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Monat: Dezember 2016

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Die Pyramiden von Gizeh wurden nicht von Altägyptern erbaut

 
 
Von Gernot L. Geise; veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 20/1997
Wir müssen von allen liebgewonnenen Thesen, Hypothesen, Hilfsrekonstruktionen mit ihren Unterthesen Abstand nehmen, die im Laufe der Zeit von der Ägyptologie, der Archäologie und den Historikern über die Pyramiden von Gizeh (Al J­zah) und ihre Errichtung jemals aufgestellt wurden.
Der Grund: Es kann unmöglich so gewesen sein!
 
Alle Thesen gehen von einer Errichtung der Pyramiden durch Altägypter aus. Ausnahmen sind „exotische“ Thesen, die Pyramiden seien hunderttausende Jahre alt oder von irgendwelchen Geisterwesen oder Atlantern errichtet worden, doch sie sind nicht belegt und meist recht nebulös oder „gechannelt“. Und doch sollten wir bei der zukünftigen Forschung zumindest die Möglichkeit im Auge behalten, dass hierin vielleicht mehr Wahrheit steckt als in den gelehrten Thesen.
Fangen wir an mit den Unmöglichkeiten:
Der Bau: schwebende Steine!Herodot behauptete noch, ägyptische Priester hätten ihm gesagt, der Bau der Großen Pyramide habe zwanzig Jahre gedauert. Diese Behauptung ist niemals bewiesen oder widerlegt worden, doch alle Ägyptologen haben sie bereitwillig übernommen. Georges Goyon (1) zitiert Ahmed-al Maqrizi (etwa 1360-1442) aus seiner „Topographischen und historischen Beschreibung Ägyptens“ (2), das ich hier wiedergeben möchte: „…Die Arbeiter hatten mit (magischen) Schriftzeichen bedeckte Blätter bei sich, und sobald ein Stein zurechtgeschnitten und behauen war, legte man eines dieser Blätter darauf, dem man einen Schlag versetzte, und dieser Schlag genügte, um ihn eine Entfernung von 100 Sahnes (200 Pfeilschussweiten = 26000 m) zurücklegen zu lassen, und man fuhr damit fort, bis der Stein auf dem Pyramidenplateau ankam.“ (3) Doch auch Goyon lässt dieses Zitat unkommentiert stehen und wendet sich sofort den vorstellbareren, aber falschen Baumethoden zu, um mit ihnen ein ganzes Buch zu füllen. Erst im Schlusswort meint er: „Die von den arabischen Autoren berichtete Methode, die Steine durch Zaubersprüche schweben zu lassen, ist natürlich nicht ernstzunehmen.“ (4)

Peter Tompkins (5) erwähnt einen Rabbi Benjamin ben Jonah aus Navarra aus dem 12. Jahrhundert, der geschrieben haben soll: „Die Pyramiden, die hier zu sehen sind, wurden mit Hilfe von Zauberei erbaut.“ Als Zauberei wurde und wird jedoch immer ein Vorgang bezeichnet, den man sich aufgrund der eigenen Lebensumstände und Erfahrungen nicht erklären kann.
Diese Überlieferungen werden geflissentlich ignoriert oder nicht ernst genommen, und so hat man sich im Laufe der Jahrhunderte die abenteuerlichsten Methoden ausgedacht, die man sich vorstellen konnte, wie die Pyramiden gebaut worden sein könnten. Das artete teilweise in haarsträubenden Berechnungen aus, wonach hunderttausende Arbeiter, die – je nach Betrachter, mal in Fronarbeit, manchmal freiwillig – Jahrzehnte schufteten, um über die unmöglichsten Hilfskonstruktionen die tonnenschweren Steinquader hinaufzuhieven (6). Nur die naheliegendste Methode, die auch noch überliefert worden ist, wird ignoriert.
Warum zieht man eigentlich nicht wenigstens versuchsweise in Erwägung, dass die tonnenschweren Steinquader schwerelos transportiert worden sein könnten, wie es die uralten Legenden erzählen? Nur, weil man es sich heute nicht mehr vorstellen kann, dass so etwas möglich sein soll? Doch es ist möglich! Ich möchte jetzt zwar nicht die Behauptung aufstellen, dass die Steinquader zum Bau der ägyptischen Pyramiden tatsächlich ausschließlich so transportiert wurden. Es geht nur darum: es ist tatsächlich möglich, tonnenschwere Steinquader schwerelos zu transportieren!

Der schwedische Arzt Dr. Jarl beobachtete vor rund fünfzig Jahren in Tibet den Transport schwerer Baumaterialien auf der alleinigen Grundlage von Resonanz. Mönche wollten eine Mauer vor dem Eingang einer Höhle errichten, die hinter einem Felsvorsprung an einer steilen Felswand in 250 Metern Höhe lag. Zu dem Vorsprung gab es keinen Zugang. Die zur Verwendung kommenden Steinblöcke waren jeweils ein Meter lang und 1,50 Meter hoch.
250 Meter vom Fuß der Felswand entfernt wurde auf ebenem Boden eine „Schale“ in Position gebracht. Hier hinein wurden die von Yaks herbeigeschleppten Steine gelegt.
63 Meter von der Schale entfernt hatten sich Mönchsmusiker in einem Viertelkreis aufgestellt. Die Musiker, die Schale und die Felswand befanden sich in gerader Linie zueinander. Man benutzte die in tibetanischer Sakralmusik üblichen Instrumente, und auf ein Signal hin begannen die Musiker, ihre Trommeln zu schlagen und in ihre Hörner zu blasen. Die Priester sangen ihre Mantren, und nach vier Minuten begann der Felsblock in der Schale sich sachte hin und her zu wiegen. Dann hob er sich vom Boden ab und schwebte in einer parabolischen Kurve hinauf. Nach weiteren drei Minuten landete er sanft auf dem Felsvorsprung. Auf diese Weise konnten die Mönche etwa fünf Bausteine pro Stunde transportieren.
Dr. Jarl ließ das Geschehen von zwei verschiedenen Kameras gleichzeitig filmen. Später zeigte er diese Filme der britischen wissenschaftlichen Gesellschaft, die ihm erklärte, die Filme seien als „top secret“ einzustufen und müssten für mindestens fünfzig Jahre (bis 1990) weggesperrt werden (7).
Ob die Erbauer der Pyramiden Schall, Ultraschall oder andere Techniken benutzten, um die schweren Steine schweben zu lassen, mag dahingestellt bleiben. Nur: es ist völlig falsch, die Tatsache in den Bereich der Märchen abzuschieben, dass man Steine schweben lassen kann.
Wem ist es schon bekannt, dass bereits in unseren sechziger Jahren Professor Prudhomme vom Pasteur-Institut in Paris mit schwachen Ultraschallwellen Korkkügelchen heben konnte? (8)
Und schon 1958 gelang es dem amerikanischen Physiker Hooper, einen Ferritring teilweise schwerelos werden zu lassen, indem er ihn in einem Magnetfeld mit mehr als 15.000 Umdrehungen pro Minute rotieren ließ (9).
Sicher sind das nicht die Techniken, die von den Erbauern der Pyramiden angewendet wurden (diese müssen ausgereift gewesen sein), doch sie zeigen, dass es durchaus selbst uns möglich ist, die Schwerkraft teilweise recht einfach aufzuheben.

Der japanische „Nachbau“

Im Jahre 1978 versuchten japanische Wissenschaftler, zu „beweisen“, wie die Pyramiden errichtet worden sind, anhand einer zwanzig Meter hohe Pyramide, die sie errichten wollten. Die ägyptische Regierung gestattete einen Nachbau südöstlich der Mykerinos-Pyramide auf dem Gizeh-Plateau, unter der Bedingung, dass die Pyramide nach der Fertigstellung wieder abgerissen und der alte Zustand wieder hergestellt werden würde. Die Japaner wollten beim Bau die gleichen Techniken anwenden, wie sie den ägyptischen Baumeistern von unseren Wissenschaftlern zugestanden werden.

Das erste Problem ergab sich mit dem Transport der Steinblöcke, die aus dem gleichen Steinbruch, etwa fünfzehn Kilometer am Ostufer des Nils, genauso angeliefert werden sollten wie die Originalsteine der Großen Pyramide. Es war unmöglich, die (nur) etwa eine Tonne schweren Steinblöcke mit einer Barke über den Nil zu befördern. Dies gelang letztendlich erst mit Hilfe eines Dampfers.
Als nächstes versuchten Gruppen zu jeweils hundert Arbeitern erfolglos, die Steine über den Sand zu ziehen. Die Steinblöcke bewegten sich keinen Zentimeter. Schließlich wurden die Blöcke mithilfe moderner Baufahrzeuge an die Baustelle befördert. Auch dort gelang es keiner Arbeitsgruppe, einen Steinblock höher als dreißig Zentimeter anzuheben, so dass zum Bau ein Kran und Hubschrauber eingesetzt werden mussten.
Der ganze Bauvorgang wurde gefilmt, danach wurde die Minipyramide wieder abgerissen. Die Erkenntnis aus dem Experiment bestand darin, dass alle bisher angenommenen Theorien für den Bau der Pyramiden in hohem Maß unzutreffend sind (10).

Die „Mini-Pyramide“ von Gizeh

Im Juni 1995 flimmerte der Bericht „Die Mini-Pyramide von Gizeh“ über die Bildschirme (11). In diesem Film wurde gezeigt, wie eine amerikanische Gruppe von Archäologen versuchte, nachzuweisen, wie es möglich wäre, mit den (angenommenen) alten Techniken eine, wenn wiederum auch nur einige Meter hohe, Pyramide nachzubauen.

Irgendwie kam ich mir durch diesen Bericht ziemlich veralbert vor. Denn in dieser Sendung wurde weder „vielleicht“ noch „… könnte gewesen sein“ verwendet. Nein, all die alten, bekannten Vorurteile, die z. T. bereits definitiv mehrfach widerlegt sind, hatte man hier wieder ausgegraben und als harte Tatsachen hingestellt: die Cheopspyramide wurde selbstverständlich erbaut von Pharao Cheops; die gefälschten Hieroglyphen in der Großen Pyramide wurden mal wieder als echte hingestellt; die Pyramiden waren mal wieder Grabmäler; und es endete auch nicht damit, dass die tonnenschweren Steinquader selbstverständlich mit Kupferwerkzeugen gebrochen und bearbeitet worden sein sollen, da die Ägypter „natürlich“ kein Eisen gekannt haben durften.

Alle drei Minuten ein Steinquader (wie für den Bau des Originals berechnet), das schafften die Amerikaner allerdings nicht, obwohl ihre Steinquader nur einen Bruchteil der Originalsteine wogen. Sie waren schon froh, an einem Tag eine Handvoll Steine an den Bauplatz befördern zu können. Dafür behaupteten sie, dass alle Steinblöcke der Pyramiden (!) „natürlich“ unmittelbar neben ihrem Standort herausgebrochen worden seien. Man sähe ja heute noch einige Spuren dieser Abbrucharbeiten. So ersparten die amerikanischen Akteure sich eine Erklärung für den nicht machbaren Schiffstransport, und konnten sich die Blamage eines missglückten Steintransports mithilfe von nachgebauten Schiffen ersparen…

Der Bau dieser Kleinpyramide wurde nur auf zwei Seiten vollendet – der gesteckte Zeitrahmen war zu kurz für eine Vollendung. Es sah alles so ganz einfach aus, wenigstens so, wie es im Film gezeigt wurde. Dass nur mit relativ kleinen Steinquadern gearbeitet wurde – das Pyramidion, auf zwei Balken liegend, trugen einige Arbeiter schließlich auf ihren Schultern hinauf, weil sie die Geduld verloren: die wissenschaftliche Methode mit Seilchen und Fetten zur Reibungsminderung hatte nicht so funktioniert, wie es sollte -, dass auch die vorgefertigten Steine nicht etwa in der „alten“ Art hergestellt waren (nur die ersten, um zu demonstrieren, dass es angeblich geht), dass weder ein Zeitrahmen noch der vorgegebene Materialrahmen auch nur annähernd eingehalten werden konnte, das wurde dann paradoxerweise als Beleg dafür genommen, dass die Pyramiden selbstverständlich so und nicht anders gebaut worden sein können. Dabei war dieser Film der eindeutige Beweis dafür, dass es eben nicht so gewesen sein kann.
Nichts gegen praktische Versuche, doch warum wird nicht objektiv über das alte Ägypten berichtet?

Warum sind alle bisherigen Spekulationen um den Pyramidenbau Unsinn?

Alle bisherigen Spekulationen, Hypothesen und Theorien basieren mehr oder weniger auf den Aussagen unserer Ägyptologen. Überlieferungen – wie Herodot – werden nur teilweise berücksichtigt, dort, wo sie in die vorgefertigte Meinung passen. Wobei selbst die Überlieferungen, die von Herodot geschildert wurden, bereits so alt gewesen sein müssen, dass sie mit der Wahrheit kaum noch etwas gemeinsam gehabt haben dürften. Doch sobald die Überlegungen in das anscheinend Phantastische abdriften (Schwerelosigkeit), werden sie von den „Fachleuten“ als unrealistisch bezeichnet, wohl, weil keine Aufzeichnungen vom Bau der Monumente mehr vorhanden sind.

Da wird ein Pharao – der mit großer Wahrscheinlichkeit niemals gelebt hat – bemüht, er soll den Bau initiiert haben, nur weil ein erfolgsgeiler Fälscher in den zwanziger Jahren eine Kartusche auf eine Wand einer der „Entlastungskammern“ gemalt hat, aus der mit Fantasie ein Zusammenhang zu einem Khufu herausgelesen werden kann. Wobei einem Ägyptologen dies sofort als Fälschung hätte auffallen müssen, weil die „Orthografie“ aus einer ganz anderen Zeitepoche als der vorgegebenen stammt. Nein, erst rund dreißig Jahre später bemerkte man es, doch da hatte „Cheops“ als Pyramidenerbauer bereits seinen festen Platz in den Lehrbüchern eingenommen.

Da werden (immer noch und immer wieder aufs Neue) haarsträubende Berechnungen angestellt, wie viel hunderttausend Menschen wohl beschäftigt waren, wo und mit was sie verpflegt werden mussten. Dass von solchen postulierten Geister-Menschenheeren niemals auch nur kläglichste Reste oder Abfallprodukte gefunden wurden – die ja, zumindest fragmenthaft, vorhanden sein müssten, auch von ihren (zerbrochenen) Werkzeugen -, das wird geflissentlich ignoriert. Da denkt man sich abenteuerliche Rampenkonstruktionen aus, auf denen die Steinquader auf Holzstämmen – die es nachgewiesenermaßen niemals in der benötigten Menge am Nil gab – über schräge Ebenen hochgezerrt wurden, deren Volumen allein die mehrfache Menge an Baumaterial verschlungen hätte, wie sie für die eigentliche Pyramide benötigt wurde. Und wo sind die Geisterrampen geblieben? Sie sind nicht nachweisbar, weder die ehemaligen Rampen noch das dazu benötigte immense Baumaterial, das anschließend ja irgendwo entsorgt werden musste. Doch nirgendwo in der Umgebung finden sich Geländestrukturen, die aus dem ehemaligen Rampenbaumaterial bestehen könnten.

Man hat also einen ungemein arbeits- und materialaufwendiges Szenarium konstruiert, um einem wohl etwas größenwahnsinnigen König ein Grabmal zuzugestehen, in dem angebliche Luftschächte irgendwann vor viertausend Jahren jenem Verblichenen einen kurzen Blick auf den just aufgegangenen Sirius ermöglichten…

Luftschächte zur Sternenbeobachtung?

Da gibt es Forscher, die sich unglaublich viel Mühe machen und Messungen und hochkomplizierte Berechnungen anstellen, wann die Pyramiden erbaut worden sein sollen (12). Robert Bauval und Adrian Gilbert setzten Computer ein, um mit Astronomieprogrammen rückrechnen zu können, wann welcher Stern über den sogenannten Luftschächten der Großen Pyramide aufgegangen sein soll. Und – wen wundert’s? – sie erreichen Datierungen, die in etwa mit der schulwissenschaftlichen Lehrmeinung übereinstimmen. Man möchte vor Ehrfurcht erschauern, welche Sterne vor welcher Zeit an welchem Ort des Himmels standen. Doch hat diese Theorie, so arbeitsintensiv sie auch war, mit der Praxis leider nicht viel gemeinsam. Es bestreitet ja niemand, dass zur vorgegebenen Zeit in Ägypten Ägypter lebten. Aber doch nicht im Zusammenhang mit dem Bau der Pyramiden!

Bauval & Gilbert kommen durch ihre ungemein arbeitsintensiven Forschungen und Berechnungen zu dem Ergebnis, die drei Gizeh-Pyramiden seien um das Jahr 2450 vC erbaut worden. Sie begründen diese Aussage mit der Anlage der „Luftschächte“, die zu jenem Zeitpunkt auf Gürtelsterne des Orion ausgerichtet gewesen seien.
Hierbei sind die beiden Forscher akribisch vorgegangen, im Gegensatz zu anderen, die ohne Berechnungen die Behauptungen aufstellten, die „Luftschächte“ oder andere Bauteilen würden auf irgendeinen Stern (oder knapp daneben) zeigen. Zeigen sie knapp daneben, so wird dann argumentiert, aber vor -zigtausend Jahren hätten sie auf einen anderen Stern gezeigt. Nun wird allgemein die Meinung vertreten: wenn man nur genügend rechnet (die Vertreter dieser These überlassen die Berechnungen dann anderen) und die Präzession (die Taumelbewegung der Erde um ihre Pole) zu Hilfe nimmt, dann ließe es sich schon errechnen, zu welcher Zeit jener „Luftschacht“ (o.ä.) auf ebendiesen Stern und nicht auf einen anderen ausgerichtet war. Und schon hat man den Bautermin errechnet, so einfach ist das.

Wenn es doch nur so einfach wäre! Wer sagt uns eigentlich, dass es einst der Sinn der Anlage der „Luftschächte“ war, auf diesen oder jenen Stern ausgerichtet zu sein? Meiner Meinung nach ist das eine der dümmlichsten Erklärungen, die man sich ausdenken kann. Richten wir heutzutage unsere Luftschächte etwa nach Sternen aus? Aber selbstverständlich! So werden wenigstens die Archäologen in 2000 Jahren argumentieren, wenn sie nicht bis dahin etwas intelligenter als unsere heutigen geworden sind. Denn auf irgendeinen Stern passt alles und passte alles, zu allen Zeiten, und Sterne gibt es und gab es (sichtbar) tausende – auch solche auffälligen wie Sirius oder Orion. Außerdem: Wer ist in der Lage, zu beweisen, dass unsere Erde jahrtausendelang in gleicher Art wie heute rotierte, mit dem Nord- und Südpol dort, wo sie heute sind (13)? Es gab – auch in jüngster Geschichtszeit – umwälzende Katastrophen (14), und nur eine einzige reicht bereits aus, dass jene „Luftschächte“ auf ganz andere Sterne zeigen.

Das sind jedoch Einwände, die bei den heutigen Berechnungen des Bautermins der Pyramiden überhaupt nicht berücksichtigt werden – auch Bauval & Gilbert denken nicht einmal ansatzweise an diese Möglichkeit. Warum eigentlich? Vielleicht, weil es über die Globalkatastrophen keine überlieferten Aufzeichnungen gibt? Stimmt nicht, die gibt es doch! Völker aller Erdteile tradieren, teilweise in Sagen verpackt, ihre Erinnerungen an diese Katastrophen. Doch sie werden nicht ernstgenommen und in den Bereich der Märchen abgeschoben. Weil die Überlieferer leider vergaßen, ein genaues Datum mitzuliefern, wann es passiert ist. Warum nimmt man sie nicht ernst, wenn sie doch die unterschiedlichsten Völker, völlig unabhängig voneinander, vorweisen?
Doch das ist alles nur Vernebelungstaktik, Augen verschließen vor dem Offensichtlichen:
Wie in aller Welt soll man in der Praxis durch ein hundert Meter langen „Luftschacht“ mit einem Durchmesser von 20 x 20 cm überhaupt einen Stern sehen können, und wenn er noch so gut ausgerichtet wäre?
Das ist wohl nur theoretisch möglich, denn: Es kann die volle Sonnenscheibe hineinscheinen und man wird vielleicht, mit viel Glück, gerade ein winziges Lichtpünktchen erkennen können! Die Ägyptologen argumentieren dann jedoch, das sei nur sinnbildlich gemeint, weil die Seele des Pharao diesen Weg aus der Pyramide genommen habe – durch den ehemals beidseitig verschlossenen „Luftschacht“?

Doch bleiben wir bei den Berechnungen von Bauval & Gilbert, wonach der Oriongürtel und Sirius und noch einige Sterne mehr vor 4000 Jahren über Ägypten präsent gewesen seien. Ich möchte nicht bezweifeln, dass es so war – abgesehen davon, dass die schulwissenschaftliche Chronologie – also die errechneten geschichtlichen Zeiträume – nicht stimmen kann. Gehen wir ruhig von einem Szenarium aus, in dem die begehrten und angeblich vergötterten Sterne dort oben am Himmel standen. Und jetzt sollen die Ägypter beim Bau ihrer Pyramiden die sogenannten Luftschächte nach solchen Sternen ausgerichtet haben. Da frage ich mich sofort:
Hat eigentlich niemand dieser Theoretiker jemals selbst zum Himmel hinaufgeschaut?

Wahrscheinlich nur bei klarem Himmel und für ein paar Minuten. Denn sonst hätten sie bemerken müssen, dass sich unsere Erde dreht, und dass sie sich nicht darum kümmert, ob sich die Sterne mitdrehen oder nicht! Man baue also einen Schacht und richte ihn aus, und so wird – zum gegebenen Zeitpunkt – der – angeblich – angepeilte Stern auch wirklich darin erscheinen, für einen kurzen Augenblick. Denn unmittelbar danach ist er wieder aus der Schachtmündung verschwunden. Und für einen solch kurzen Augenblick, der sich sowieso nur an ein paar Tagen im Jahr beobachten lassen würde, soll ein derart gigantischer Arbeitsaufwand getrieben worden sein? Vollkommen ohne sonstigen Nutzen? Nein, mit der größten Fantasie, eine solche Beschränktheit den Baumeistern der Pyramiden zu unterstellen, das wäre eine Beleidigung für ihre Bau-Kenntnisse und würde ihnen völlig widersprechen. Die sogenannten Luftschächte können aufgrund des fehlenden praktischen Nutzens zwangsläufig überhaupt nichts mit Sternenbeobachtung zu tun gehabt haben, und auch eine „symbolische“ Ausrichtung auf bestimmte Sterne ist blanker Unsinn, weil diese Ausrichtung nur für Sekunden zutrifft. Eine Art der Sternenbeobachtung wäre gerade noch vorstellbar mit der sogenannten Großen Galerie, zum Zeitpunkt des Baues, als sie noch oben geöffnet war. Doch auch diese Überlegung muss rein theoretischer Natur bleiben, denn die Anlage der Großen Galerie spricht völlig gegen eine solche Nutzung. Die Erbauer der Pyramiden waren keine unpraktisch denkenden Leute, sonst hätten sie diese Meisterwerke nicht erschaffen können. Wenn sie eine Möglichkeit zur Sternenbeobachtung hätten konstruieren wollen, dann hätten sie eine praktische Vorrichtung erbaut, und keine enge, schiefe Rampe.

Auch die angewendete Technik der Pyramidenbaumeister ist bisher nur zu einem verschwindend kleinen Teil bekannt. Wäre sie enträtselt, dann wüsste man – vielleicht -, wie die Pyramiden gebaut worden sind und müsste sich keine haarsträubenden Hilfskonstruktionen einfallen lassen.

Wieso merkt eigentlich niemand, welch ein Unsinn auf diesem Gebiet produziert wird?!

Die Ägyptologie unterstellt den alten Ägyptern immer noch, dass sie – technologisch gesehen – höchstens Kupferwerkzeuge kannten, obwohl es durchaus hochwertige Stahlgeräte aus jener Zeit gibt (15). Eine eventuell vorhanden gewesene Technik in unserem heutigen Sinn sei jedoch völlig undenkbar.
Tatsache ist aber, dass die monumentalen Pyramidenbauten vorhanden sind. Sie stehen da, also müssen sie gebaut worden sein.
Nur: sie konnten niemals mit den steinzeitlichen Methoden der alten Ägypter errichtet worden sein. Das ist völlig unmöglich. Da kann man sich drehen und wenden und Rechenkunststücke anstellen, wie man will: die alten Ägypter konnten definitiv keine Pyramiden bauen! Es ist ganz logisch: wenn wir mit unserer heutigen, relativ hochstehenden Technik nicht in der Lage sind, eine Pyramide nachzubauen, dann war es mit primitiveren Mitteln erst recht nicht möglich.

Wir können heute zwar vergleichbare Steinquader aus vergleichbaren Steinbrüchen brechen, jedoch benötigen wir unsere Krantechnik, um sie herauszuholen und sie auf entsprechende Schwerlastwagen zu heben. Möglicherweise könnte man diesen Arbeitsvorgang der ägyptischen Technik noch zugestehen, mit komplizierten Hebelkränen aus Holz, wobei sich jedoch die Frage stellen würde, nach wie viel von diesen tonnenschweren Steinblöcken so ein Kran wohl kaputt wäre.

Wie die Steinblöcke dann über den Nil gekommen sein sollen, bleibt ein Geheimnis der Ägyptologen. Mit den von ihnen ausgegrabenen und rekonstruierten Booten jener Zeit war es jedenfalls völlig ausgeschlossen, auch nur einen einzigen Quader zu transportieren, geschweige denn hunderttausende.
Wie die Steinblöcke zu den Pyramiden aufgeschichtet worden sein sollen, dass Toleranzgrenzen unterschritten wurden, wie sie mit unserer Hochtechnologie nicht erreicht werden, bleibt ein weiteres, bisher ungelüftetes Geheimnis. Favorisiert wird immer noch die Rampen-Theorie. Doch eine derartige Rampe benötigt – wie gesagt – das mehrfache Volumen der endgültigen Pyramide als Füllmaterial. Wo soll das Material hergekommen sein und wohin ist es nach dem Bau verschwunden? Es sind keinerlei Reste auffindbar! Rampenreste, die man ägyptologischerseits als Überreste deklarieren wollte, stammen von den in viel späterer Zeit gebauten Taltempeln und Aufwegen, die mit den eigentlichen Pyramiden überhaupt nichts zu tun haben.

Hierzu hat Dieter Vogl als kompetenter Naturstein-Fachmann die Theorien von Dr. H. A. Nieper nachgeprüft (16), die bisher nicht beachtet wurden, vielleicht, weil sie zu spekulativ erscheinen?
Dr. Nieper hat in verschiedenen Aufsätzen die Meinung vertreten, die Steine zum Bau der Gizeh-Pyramiden seien mit Geräten abgebaut worden, die mit Vakuum-Feldenergie arbeiten würden. Nieper hat hiermit nicht nur eine neue Theorie zu den schon vorhandenen gesellt, sondern vor Ort recherchiert.
Er vergleicht die Bearbeitungsspuren an den Steinblöcken der Gizeh-Pyramiden mit Schmelz-Sinterwellen, wie sie beim Bearbeiten von Steinen entstehen, die mithilfe eines von dem japanischen Physiker Prof. Shinichi Seike bereits 1978 entwickelten Seike-Solenoid geschnitten werden. Das ist ein Trennschneider zum Schneiden von Gestein mittels eines Tachyonenstrahls, also mit Vakuumfeldenergie. Ein solcherart geschnittenes Gestein verdampft ohne Rückstände.

Vogl hat die Theorien von Dr. Nieper an Ort und Stelle nachgeprüft und bestätigt. Demnach dürften alle „gängigen“ Theorien der Steinbearbeitung mittels steinzeitlicher Methoden endlich auf den Müll gehören. Doch es geht noch weiter. Oben sehen wir die Abbildung eines sogenannten Grubenloches in den Mokattam-Bergen, wo nach wissenschaftlicher Lehrmeinung die größten Blöcke der Pyramidensteine gebrochen sein sollen. Wie die tonnenschweren Steine aus dem Grubenbruch nach oben geschafft worden sein sollen, darüber schweigen sich die Archäologen jedoch aus. Mit den damaligen Mitteln und Werkzeugen war dies jedenfalls völlig unmöglich.

Demnach gibt es nur eine einzige stichhaltige Alternative: die Pyramiden sind zwangsläufig von Baumeistern erstellt worden, die eine Hochtechnologie beherrschten, gegen die unsere heutige gerade in den Kinderschuhen steckt. Als sich im alten Ägypten einige Nomadenvölker zusammenrauften und ihr erstes Reich gründeten, müssen die Pyramiden bereits in ihrer vollen Pracht vorhanden gewesen sein. Spätere Pharaonen nutzten sie, als Zeichen ihrer Macht, zu kultischen Zwecken oder für was auch immer. Aber vom Bau hatten sie keine Ahnung. Das zeigen die vielen, jämmerlich primitiven Nachbauten, die größtenteils bereits zerfallen sind, oftmals schon beim Bau.

Fazit

Es ist mitnichten damit getan, wenn man weiß, wie etwas funktioniert, dass man es dann auch bauen kann! Ein Beispiel aus unseren Tagen möge dies veranschaulichen:
Jeder weiß heute, wie ein Fernsehgerät funktioniert, dass in einem Holzkasten eine Bildröhre befindlich ist, eine Menge Transistoren und Drähte. Doch wer kann, selbst, wenn er alle Einzelteile (beispielsweise als Bausatz) zusammen hat, daraus ein funktionierendes Gerät bauen? Dieses Beispiel lässt sich auch auf einfachere Dinge ausweiten: wer kann schon aus einem Stück Leder ein paar Schuhe herstellen? (Wer kann überhaupt noch selbst ein Stück Leder herstellen?)
Was ich damit sagen will: selbst wenn die alten Ägypter die Pyramiden fix und fertig als Anschauungsobjekte vor Augen stehen hatten, waren sie niemals dazu in der Lage, sie nachzubauen, auch dann nicht, wenn man ihnen detaillierte Baupläne mitgeliefert hätte! Und so sind uns auch nicht allzu viele Nachbau-Versuche in dieser Größenordnung bekannt, man verlegte sich bald auf den Bau von Palästen und Tempeln. Das war wenigstens machbar, ohne dass sie gleich wieder zusammenfielen – und außerdem kostengünstiger.
So sehr die Schulwissenschaft an ihren Thesen auch kleben bleibt, wir kommen angesichts der offensichtlichen Tatsachen nicht darum herum, eine Hochtechnologie für den Bau der Pyramiden vorauszusetzen. Wann das war, woher diese Technologie kam, wer sie beherrschte, das sind Fragen, die zunächst sekundär bleiben müssen, denn es scheinen sich alle diesbezüglichen Hinweise auf den ersten Blick in Nichts aufgelöst zu haben. Doch bei genauem Hinschauen kann man konstatieren:
Es spricht absolut nichts dagegen, dass die Pyramiden zehntausende oder möglicherweise sogar hunderttausende von Jahren alt sein können! Im Gegenteil sprechen einige Fakten sogar definitiv dafür: Die mit Hochtechnologie geschnittenen Steine waren an den Schnittstellen massiv verglast, bedingt durch die Einwirkungen des Plasmastrahls. Und diese Verglasung ist bis auf Reste wegerodiert. Um Verglasungen soweit erodieren zu lassen, sind jedoch extrem lange Zeiträume nötig. Bei der Sphinx-Figur tendiert man ja inzwischen auch zu der Vermutung, dass sie möglicherweise mindestens zehntausend Jahre alt sei, aufgrund der Wasser-Erosionsschäden an ihren Flanken. Beim Sphinx kommt noch hinzu, dass das bearbeitete Steinmaterial nicht verkarstet ist – ein völlig ungewöhnlicher Vorgang! Aus diesem Grund zerbröselt die Figur auch langsam aber sicher unter den heutigen aggressiven Umweltbedingungen. Vergleichbare Steinbauten (Burgen, Kirchen o.ä.) weisen eine Verkarstung an der Steinoberfläche auf, die das Material widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse macht. Eine Verkarstung kann sich nicht bilden, wenn das verwendete Steinmaterial mit chemischen Substanzen imprägniert wurde (nach heutigen technischen Verfahren). Eine Steinimprägnierung hält jedoch nur eine gewisse Zeit. Nun zurück zum Sphinx: Wenn die Riesenfigur von den Baumeistern der Gizeh-Pyramiden errichtet worden ist, könnte es durchaus sein, dass sie – die technischen Möglichkeiten hatten sie ja – die Steine imprägniert hatten.
Um nicht irgendwelche Außerirdischen für die Errichtung der Pyramiden bemühen zu müssen, kann durchaus eine frühe menschliche Hochkultur angenommen werden. Die verfügbaren Zeiträume für die Entwicklung solcher Kulturen reichen völlig aus, nachdem Cremo & Thompson nachgewiesen haben, dass der „moderne Mensch“ bereits Jahrmillionen älter ist als uns die Schulwissenschaft glauben machen möchte.
Die Pyramiden von Gizeh zeigen mir folgendes Bild:
Die Baumeister der Pyramiden – wer auch immer sie waren, woher sie ihr Wissen auch hatten und woher sie auch kamen – besaßen eine hochstehende Technik, die weit höher stand als unsere heutige. Das ist ein zwangsläufiger Fakt, denn die Pyramiden beweisen es: wir können mit unserer heutigen Technik (noch) keine nachbauen.
Pharao Cheops (so es ihn gegeben hat) hätte jedoch wahrscheinlich schallend gelacht, wenn man ihm damals mitgeteilt hätte, zukünftige Archäologen hätten seine Tempelchen rings um die Pyramide als Zeichen dafür gedeutet, er hätte das Riesenbauwerk errichtet …
Fußnoten
Bauval, Robert & Gilbert, Adrian: „Das Geheimnis des Orion“, München 1994.
Charroux, Robert: „Phantastische Vergangenheit. Die unbekannte Geschichte der Menschen seit hunderttausend Jahren“, München 1969.
Goyon, Georges: ,,Die Cheopspyramide. Geheimnis und Geschichte“, Herrsching.
Illig, Heribert/Löhner, Franz: „Der Bau der Cheops-Pyramide. Seilrollen auf der Pyramidenflanke – oder wie die Pharaonen wirklich bauten“, Gräfelfing 1993.
Kin, L.: „Gott & Co. Nach wessen Pfeife tanzen wir?“, Wiesbaden 1994.
Munt, Hartwig: „Cheops-Pyramide: Bautechnik entschlüsselt und rekonstruiert“, in: EFODON SYNESIS Nr. 9/1995.
Munt, Hartwig: „Die Cheops-Pyramide. Herodot hatte doch recht!“, EFODON-DOKUMENTATION DO-28.
Munt, Hartwig: „König Narmer und der Sphinx von Gise“, EFODON-DOKUMENTATION DO-13.
Munt, Hartwig: „Zum Bau der Cheops-Pyramide – Herodot hatte doch Recht -“, in: EFODON SYNESIS Nr. 2/1994.
Naudiet, Armin: „Noahs Erben“, EFODON-DOKUMENTATION DO-11.
Tompkins, Peter: „Cheops – Die Geheimnisse der großen Pyramiden’’, Klagenfurt 1973.
Toth, Max: „Das Geheimnis der Pyramid Power’’, Goldmann, 1988.
Vogl, Dieter: „Das Pyramidenmaterial von Gizeh, gesehen mit den Augen eines Cavatori“, in: EFODON SYNESIS Nr. 19/1997.
Anmerkungen
1 Georges Goyon, „Die Cheopspyramide“, Herrsching.
2 „Mémoires publiés par les membres de la Mission archéologique française au Caire“, Le Caire 17,1; S. 323.
3 Georges Goyon, „Die Cheopspyramide“, S. 39.
4 ebd., S.216.
5 Peter Tompkins, „Die Geheimnisse der großen Pyramiden“, S. 37.
6 Gute Gedanken zum Bau der Pyramiden, die jedoch rein theoretisch bleiben müssen, haben sich gemacht: Heribert Illig/Franz Löhner: „Der Bau der Cheops-Pyramide“, a.a.O.; Hartwig Munt: „Cheops-Pyramide: Bautechnik entschlüsselt und rekonstruiert“, in: EFODON SYNESIS Nr. 9/1995); ders.: „Die Cheops-Pyramide. Herodot hatte doch recht!“, a.a.O.
7 L. Kin, S. 102, 135.
8 Robert Charroux, „Phantastische Vergangenheit“, S. 80.
9 ebd.
10 Toth, S. 76 f.
11 ausgestrahlt vom Bayerischen Fernsehen Bayern 3
12 Robert Bauval & Adrian Gilbert: „Das Geheimnis des Orion“, München 1994.
13 Es gilt inzwischen als wissenschaftlich belegt, dass einst die Wüste Sahara ein Pol der Erde gewesen sei. Ein anderer ehemaliger Polpunkt ist die norddeutsche Tiefebene, die sich durch die Eismassen des ehemaligen Polpunktes gesenkt hat. In den Geschichtsbüchern nennt man das ,,Eiszeit“. An jeder Pol-Vereisung herrscht jedoch „Eiszeit“!
14 Hierzu vgl. beispielsweise die Arbeiten von Armin Naudiet: „Noahs Erben“, EFODON-DOKUMENTATION DO-11; ders.: „Das Geheimnis der Präzession“, in: EFODON-SYNESIS Nr. 9/1995; oder die Werke von Immanuel Velikovsky. Hier stellvertretend: „Welten im Zusammenstoß“.
15 vgl. Gernot L. Geise: „Eisengeräte im alten Ägypten – ja oder nein?“, in: EFODON SYNESIS Nr. 2/1994.
16 Vgl. Dieter Vogl: „Das Pyramidenmaterial von Gizeh, gesehen mit den Augen eines Cavatori“, in: EFODON SYNESIS Nr. 19/1997.
Quelle: efodon.de

Zahlensymbolik

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„Die Zahl ist das Wesen aller Dinge“ Pythagoras

Aus dem Buch:“Symbolik und Bedeutung der Zahlen“-Hajo Banzhaf

Mit Zahlen kann man nicht nur rechnen.Sie können weit mehr ausdrücken als eine Menge.Das mag zunächst vielleicht  verblüffen,doch dann erinnert man sich,dass die Drei und die Sieben als heilig gelten,man die dreifache Sechs dagegen als das Zeichen des Bösen kennt,und die Dreizehn so verteufelt wurde,dass viele Hotels kein 13.Stockwerk und kein 13.Zimmer haben.Und schon befinden wir uns in der Welt der Zahlenmystik,die uns lehrt,dass Zahlen nicht nur Mengen ausdrücken,sondern neben der Quantität auch jeweils ihre eigene Qualität besitzen.Dieses Wissen hat im Abendland eine lange Tradition.Es geht auf den griechischen Philosophen Pythagoras zurück,der im 6.vorchristlichen Jahrhundert im süditalienischen Kroton eine Mysterienschule gründete.Für Ihn waren Zahlen Symbole einer göttlichen Weltordnung und der Schlüssel zu den harmonischen Gesetzen des Kosmos.Als weitgereister Mann schöpfte er sein Wissen aus ägyptischen,oreintalischen und indischen Quellen.Zahlen faszinierten ihn zutiefst;sie waren für ihn nicht nur das Wesen aller Dinge,sondern die höhere Idee hinter der Welt der Erscheinungen.In der Tat können Zahlen gewissermaßen transzendieren.Dir Fünf  beispielsweise bezieht sich völlig wertfrei auf jede Fünfergruppierung und geht damit über die einzelne,konkrete Gruppe hinaus.Hinzu kommt die spezielle Symbolik einer jeden Zahl,die sich fest in den hermetischen Traditionen des Abendlandes,wie der Alchemie und der Magie,aber auch in der Kunst,insbesondere in der Kirchenarchitektur verankert hat.Wer also eine alte Kathedrale betritt oder ein Gemälde der Renaissance betrachtet,sollte dabei das Zählen nicht vergessen!Die Anzahl der dargestellten Personen,der Fenster,der Treppenstufen,der Ecken des Taufsteins ebenso wie den Speichen eines Rades kann sich als ein guter Schlüssel zur verborgenen Idee,zur tieferen Bedeutung des Kunstwerks erweisen.Denn Zahlen betrachtete man im Mittelalter als Gedanken Gottes,weshalb die Kenntnis der Zahlen zur Kenntnis des Universums führte.Da dieses Wissen bei uns weitgehend in die Vergessenheit geraten ist,soll eine kleine Geschichte aus dem alten China daran erinnern,die Marie Louise von Franz wiedergegeben hat.Sie zeigt,was es bedeutet,wenn der Wert einer Zahl sich nicht nur aus der Menge ergibt,wenn also nicht nur auf die Quantität,sondern auch auf die Qualität geschaut wird.Die Geschichte erzählt (auch in diesem Wort steckt die Zahl!) von 11 Generälen,die in einem Krieg entscheiden mussten,ob sie ihre Truppen in die Schlacht schicken oder nicht.Nachdem sie stundenlang beraten hatten,und alle Strategien und Taktiken durchdiskutiert hatten,kam es zu Abstimmung.Das Ergebnis war eindeutig.Acht Generäle stimmten für Rückzug,drei für Angriff,woruafhin sofort alle darüber einig waren,angreifen zu müssen,denn die Drei galt im alten China als Zahl der Einheit.Ausschlaggebend war also nicht,wer die meisten Stimmen auf sich vereinigte,sondern wer die günstigste Zahl erreichte,nicht die Quantität war entscheidend,sondern die Qualität.Leider berrichtet uns die Geschichte nicht,ob die Entscheidung klug war,und wie die Schlacht damals ausgegangen ist.Um das Wesen der Zahlensymbolik zu verstehen ist es gut,sich zunächst klar zu machen,dass es dabei nicht um „ausgedachte“ Zuordnungen geht.Wie bei jedem echtem Symbol handelt es sich auch hier um eine Bedeutung,die sozusagen „vorgefunden“ wird,die vom Bewusstsein erkannt,aber nicht gemacht wird.Diese Erkenntnis verdanken  wir vor allem der Tiefenpsychologie und dabei insbesondere C.G.Jung,der zeigen konnte,dass das Unbewusste sich in Bildern und Symbolen ausdrückt,die es nicht zuvor erlernen muss.Unser heutiges Bewusstsein muss dagegen mit dieser Symbolsprache erst vertraut werden,um deren Bedeutung nach und nach immer tiefer zu verstehen,selbst wenn es sie niemals umfassend begreifen kann.Dieses tiefe Symbolverständnis gilt zumindest für die einstelligen Zahle,denen eine archtypische Qualität zu eigen ist.Sie spielen auch in der Jung`schen Traumdeutung eine wichtige Rolle.Dort gilt es beispielsweise als sehr bedeutsam wieviele Personen in einem Traum erscheinen.In der Zahlensymbolik bilden diese einstelligen Zahlen das eigentliche Herzstück,wohingegen die zweistelligen in vielen Systemen einfach auf eine einstellige Zahl reduziert werden,indem man ihre Quersumme bildet(z.B. 25=2+5=7).In der Astrologie spiegelt sich die Zahlensymbolik in der zentralen bedeutung der Sieben (Planeten) und der Zwölf(Zeichen/Häuser),beides Zahlen,die zudem einen wichtigen Zeitbezug (Tage/Monate) haben.Aber auch bei der Deutung von Aspekten spüren wir noch etwas von der Qualitiät der damit verbundenen Zahlen.Besonders anschaulich wird die Bedeutung der Zahlen in den 22 Tarotkarten der Großen Arkana.Und natürlich sind die Zahlen auch umgekehrt ein hervorrangender Schlüssel zur Bedeutung dieser Karten,ebenso wie zur Bedeutung von Träumen,von Kunstwerken und sicherlich auch zum Verständnis manch eines Zufalls,über den wir uns im Alltag wundern.

Kapitel 1 : Positive Manifestation

 

Energie

Jedes physische Objekt besteht aus Energie. Diese Energie enthält Information, Gedächtnis, Bestimmung oder Gedanken. Information hat stets positive oder negative Polarität. Wenn man sich langfristig durch negative Informationen programmieren lässt, kann dies zu physischen Krankheiten führen.

 

Harmonisierung und Manifestation

Die Kraft etwas erfolgreich zu manifestieren, hängt maßgeblich von der Harmonisierung der beteiligten Personen ab.

Die metaphysische Formel zur Berechnung der Kraft zur Manifestation einer Gruppe ist N² , wobei N für die Anzahl der harmonierenden Personen in der Gruppe steht.

N=1    N²=1
N=2    N²=4
N=4    N²=16
N=10  N²=100

Wenn man nicht in Harmonie mit sich selbst ist (was für die meisten Menschen zutrifft) sinkt die Fähigkeit zur Manifestation rapide :

N=0.5  N²=0.25

In Harmonie mit sich selbst zu sein, bedeutet, dass man sich mit negativen Lebenserfahrungen der eigenen Vergangenheit ausgesöhnt und eine gesunde Form der Selbstliebe entwickelt hat.

Um in Harmonie mit einer anderen Person zu sein, müssen Sie jegliche Ängste davor abbauen, dass diese Person sämtliche Ihrer Gedanken lesen kann. Dies bedeutet, dass man kein Urteile fällt oder andere innere Blockaden aufrecht hält. Nur in diesem Fall beträgt der Faktor N wirklich 2
Von Energie zur Manifestation

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Alles was wir erleben, lässt sich auf Energie zurückführen. Wir programmieren unsere Gedanken und unsere Taten mit dieser Energie. Gedanken und Taten können bewusster oder unbewusster Natur sein. Jeder Mensch kann frei über die Polarität seiner Gedanken und Taten entscheiden. Die Polariät kann positiv, negativ oder neutral sein. Man kann sowohl auf dem positiven als auch auf dem negativen Pfad erfolgreich sein und die eigenen Ziele erreichen. Den neutralen Pfad zu beschreiten, bedeutet, dass man keine Entscheidung trifft und man Dinge einfach geschehen lässt.

 

Der negative Pfad

Der negative Pfad steht für eigennütziges Verhalten. Hier lernt man möglichst gut das Verhalten anderer durch verschiedene Mechanismen zu kontrollieren. Es geht darum, alles, was man besitzt oder erreicht hat, sogut wie möglich festzuhalten.

Um den negativen Pfad perfekt zu meistern, muss man die folgenden 4 Kontrolldramen beherrschen :

  1. Distanzierter – man zieht sich aus Unterhaltungen mit anderen zurück
  2. Selbstmitleider – man beschwert sich ständig über alles und schwelgt in Selbstmitleid
  3. Einschüchterer – man sorgt dafür, dass sich andere Menschen schlecht fühlen
  4. Fragesteller – man stellt Fragen, die andere Menschen aus der Fassung bringen

(Diese 4 Rollen werden im Kapitel 2 ausführlicher beschrieben)

Aus energetische Sicht sind Menschen, die sich auf dem negativen Pfad befinden Energiediebe. Sie ernähren sich über die Lebenskraft anderer und manipulieren Menschen, damit diese ihre Lebensenergie freisetzen und sie sich diese Energie einverleiben können. Viele Menschen, die sich auf dem negativen Pfad befinden, sind sich über diese Mechanismen nicht bewusst, ihr Verhalten ist somit unbewusst. Wenn man sich die Mechanismen der Kontrolldramen bewusst macht, kann man sie deutlich effizienter einsetzen, um andere zu manipulieren. Kontrollierende Menschen brauchen stets andere Menschen in ihrem Umfeld, um sich wohl zu fühlen, denn wenn sie allein sind, haben sie niemanden von dem sie Lebensenergie abgreifen können. Auf diesem Pfad entsteht immer eine Gewinner-Verlierer-Beziehung, denn eine Person gibt Lebensenergie an eine andere Person.

Gefühle, Eigenschaften und Handlungen, die mit diesem Pfad assoziert werden, sind : Hass, Zorn, Sorge, Neid, Angst, Lügen, Betrügen, Stehlen, Stress, Habgier, Streiten, Täuschen und Wettbewerb.

 

Der positive Pfad

Der positive Pfad steht für selbstloses Verhalten. Hier geht es darum zu lernen, wie man loslässt und andere Menschen unterstützt – also das exakte Gegenteil, als an allem festzuhalten und anderen etwas wegzunehmen. Andere zu unterstützen bezieht sich hier speziell auf Lebensenergie, denn wenn man sich auf diesen Pfad begibt, weiß man bereits, dass man unbegrenzt Lebensenergie aus einer höheren Quelle beziehen kann und deshalb diese Energie freizügig mit anderen teilen kann. Um Lebensenergie aus dieser höheren Quelle zu beziehen, muss man seine Chakras in Einklang bringen. Auf diesem Pfad lebt man sein Leben in der Gewissheit, dass das Universum auf dem Resonanzprinzip basiert und dass die Dinge, die man absichtslos schenkt wieder in veränderter Form zu einem zurückkommen, wodurch eine positive Rückkopplung entsteht. Auf diesem Pfad entsteht zwischen Menschen immer eine Gewinner-Gewinner-Beziehung.

Um auf dem positiven Pfad Erfolg zu haben, bedarf es Weisheit, denn wenn es einem an Weisheit mangelt, wird man durch Menschen, die sich auf dem negativen Pfad befinden, so manipuliert, dass man vom positiven Pfad abkommt.

Die 5 Kernaspekte des positiven Pfades sind :

  1. Liebe – man ist stets freundlich und liebvoll gegenüber anderen Menschen
  2. Erkenntnis – man ist sich stets bewusst über die eigenen Gedanken und Taten
  3. Verständnis – man ist verständnisvoll gegenüber der Ignoranz anderer Menschen
  4. Wachstum – ist ein Resultat von Liebe, Erkenntnis und Verständnis
  5. Heilung – ist ein weiteres Resultat von Liebe, Erkenntnis und Verständnis

Gefühle, Eigenschaften und Handlungen, die mit diesem Pfad assoziert werden sind : Mitgefühl, Gebend, Helfend, Verantwortung, Ehrlichkeit, Integrität

 

Der neutrale Pfad

Die breite Mehrheit der Bevölkerung befindet sich weder auf dem positiven noch auf dem negativen Pfad, denn sie sind sich nicht darüber bewusst, dass sie zum Schöpfer ihrer eigenen Lebenserfahrung werden können. Sie geben weder permanent Lebensenergie an andere, noch nehmen sie permanent Lebensenergie von anderen auf und sie bevorzugen es, wenn sich möglichst wenig in ihrem Leben ändert. Das Motto des neutralen Pfades ist : „Chaos – Auslöser haben vieldeutige, verworrene Nebenwirkungen“. Dies bedeutet, dass man aufgrund von Unwissenheit darüber, wie man Ereignisse im eigenen Leben manifestiert, manchmal etwas positives und manchmal etwas negatives manifestiert. Die Manifestationen haben dabei oft unbeabsichtigte Nebenwirkungen, weil man nicht exakt spezifiert hat, was man haben wollte. Aus energetischer Sicht sind Menschen auf dem neutralen Pfad ein Energie-Jo-Jo, weil sie permanent zwischen geben und nehmen wechseln, was häufig zu Konflikten führt und somit ein gewissen Maß an Chaos im Leben zur Folge hat.

 

Veränderungen in Ihrem Leben

Wenn man sich über die Möglichkeit der Wahl bewusst geworden ist und sich zwischen positiven und negativem Pfad entschieden hat, führt dies automatisch zu Veränderungen im eigenen Leben : Ereignisse und Personen, die zu diesem neuen Pfad passen, werden in Ihr Leben treten, während Ereignisse und Menschen, die nicht mehr zu Ihnen passen, Ihr Leben verlassen werden. Viele Aspekte Ihrer Lebenserfahrung während dieser Übergangsphase werden speziell auf Sie zugeschnitten sein, so dass z.B. Themen aus früheren Erfahrungen Ihres Lebens erneut hochkommen. Wenn man aufmerksam ist und auf Hinweise und Muster achtet, kann man vieles was in diesem Artikel beschrieben wird, im eigenen Leben wiederfinden.

Ein Aspekt auf den man besonders achten sollte sind Träume. Träume werden Sie in Ihrer Wahl eines neuen Pfades unterstützen und sie an ungelöste Themen der eigenen Vergangenheit erinnern, die der Heilung bedürfen.

Kapitel 2 : Ausbrechen aus Kontrolldramen

Während der Kindheit werden uns auf unbewusste Weise Kontrolldramen beigebracht, indem wir das Verhalten anderer Menschen beobachten. Bei allen Kontrolldramen geht es um Lebensenergie. Für einige Menschen sind sie der einzige Weg, wie sie ihren Bedarf an Lebensenergie decken können. Jede Teilnahme an Kontrolldramen zieht Sie in Richtung negativer Polarität. Kontrolldramen können durch Worte, Taten und Gedanken eingeleitet werden.

Definition der 4 Rollen in Kontrolldramen

  1. Einschüchterer : Jegliche Form von verbalen oder physischen Missbrauch. Kann auf Gesten, Blicken oder Körpersprache basieren. Jeder Menschen der herumschreit oder streitsüchtig ist, versucht andere einzuschüchtern
  2. Selbstmitleider : Stets depressiv, beklagt sich ständig über das eigene Leben, nie glücklich, hat stets ein Gebrechen und muss ständig darüber sprechen um sich wohl zu fühlen (um Lebensenergie von anderen Menschen durch deren Sympathie und Mitleid abzugreifen)
  3. Fragensteller : Stellt Fragen, um etwas sehr persönliches zu offenbaren
  4. Distanzierter : Jemand, der nicht gerne Fragen beantwortet

Kontrolldramen existieren stets in Beziehungen, wo die Beteiligten sich nicht auf Augenhöhe begegnen und dadurch gegenseitige Abhängigkeiten entstehen :

Das Gegenstück zum Einschüchterer ist der Selbstmitleider, das Gegenstück zum Fragensteller ist der Distantzierte.

 

Kontrolldramen können freiwillig oder unfreiwillig sein

Freiwillige Kontrolldramen beinhalten Lügen und Täuschung aus Eigennutz oder Gier. Sie sind freiwillig, weil Menschen, die sie anwenden, jederzeit damit aufhören könnten, sie aber trotzdem benutzen, um andere zu kontrollieren.

Unfreiwillige Kontrolldramen werden von Autoritätspersonen verwendet (Eltern, Firmen, Regierungen). Kontrolle kann hier in Form von Drohungen ausgeübt werden, mit dem Ziel Angst zu schüren. Sie werden oft angewendet, wenn eine Person verantwortungslos handelt (im Fall eines Kindes vielleicht, weil es das Kind nicht besser weiß). In diesen Fällen wird eine Autoritätsperson eingesetzt, um diese Menschen zu kontrollieren. Dieser Mechanismus wird auch vom Universum eingesetzt, um selbstverletzendes Verhalten aufgrund von Ignoranz zu vermeiden.

 

Kinder und Kontrolldramen

Kinder lernen Kontrolldramen bereits von klein auf. Es beginnt mit etwas völlig natürlichem : Wenn ein Baby ein unbefriedigtes Bedürfnis hat, kann es nur durch Schreien darauf aufmerksam machen. Auf diese Weise lernt das Kind, dass die Rolle des Einschüchterers perfekt funktioniert, denn jedes Mal wenn es schreit, kommt jemand und kümmert sich um seine Bedürfnisse. Eine Analyse der von Kindern eingesetzten Kontrolldramen hat gezeigt, dass Kinder das Kontrolldrama des ihnen näherstehenden Elternteils am besten beherrschen. Kinder übernehmen also unbewusst die Kontrollstrategien ihrer Eltern.

Kontrolldramen werden auch durch das Bildungssystem unterstützt, da dies Konkurrenzdenken forciert. Viele Jungen werden erzogen aggressiv zu sein (Zeig keine Ängste, zeig dass Du stärker bist als die anderen Kinder). Speziell Sport ist in diesem Fall ein gutes Training, denn man kann andere übertrumpfen und fühlt sich gut dabei, weil man unbewusst von den Verlierern Energie absaugt.

Dies setzt sich auch im Teenager-Alter fort : Kinder, die besonders beliebt sind – z.B. weil sie über Charisma verfügen – lernen schnell, wie sie Gleichaltrige in Kontrolldramen verwickeln können, um von ihnen Energie abzusaugen. Ohne Bewusstheit und Verstehen dieser Mechanismen gibt es keinen Weg aus den Kontrolldramen auszubrechen, denn – wie bereits erwähnt – sind sich die meisten Menschen völlig unbewusst darüber, dass sie Kontrolldramen bei anderen anwenden. Es ist eine Gewohnheit, die sie als Kind übernommen haben, und sie wissen nicht, dass es Alternativen zu diesem Verhalten gibt.

 

Wie man aus Kontrolldramen ausbricht

Die zwei Kernaspekte, um aus Kontrolldramen auszubrechen, sind Bewusstheit und Verständnis. Man kann nur aus einem Kontrolldrama ausbrechen, wenn man sich über die Existenz von Kontrolldramen bewusst ist, wenn man weiß, in welchem Kontrolldrama man gerade involviert ist, welche Rolle man darin spielt und wer das Kontrolldrama begonnen hat.

Wenn man über Bewusstheit und Verständnis verfügt, braucht man eigentlich nur die eigenen Energien – speziell Gefühle und Emotionen – managen. Methoden hierfür sind : Zentrierung, Kontrolle des Atems, Übungen zum Loslassen und inneren Frieden in sich selbst zu finden. Diesen inneren Frieden kann man am besten dadurch aufrechtzuhalten, indem man emotionale Anhaftungen zu bestimmten Triggerworten auflöst. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass eine Person, die ein Kontrolldrama startet, in Ihnen einen emotionalen Ausbruch auslösen will, über den sie an Ihre Lebensenergie gelangt.

Die meisten Kontrolldramen beginnen damit, dass man das Bedürfnis verspürt, einer anderen Person zu beweisen, dass sie im Unrecht ist. Der einzige Weg, diese Situation zu vermeiden, ist, genügend Selbstvertrauen aufzubauen, dass man nicht mehr das Bedürfnis verspürt, im Recht zu sein und einfach zu akzeptieren, dass das Gegenüber eben anderer Meinung ist.

Die effizienteste Methode, um Kontrolldramen zu vermeiden, ist einfach nicht mitzuspielen, wenn jemand versucht, Sie in eines zu verwickeln. Es geht hier einfach darum nicht so zu reagieren, wie es sich das Gegenüber erhofft. Wenn Ihr Gegenüber merkt, dass er mit seiner Strategie scheitert, kann es passieren, dass er das Kontrolldrama auf eine höhere Stufe hebt (z.B. indem er anfängt Sie anzuschreien) oder indem er spontan zu einem anderen Kontrolldrama wechselt (z.B. vom Einschüchterer zum Selbstmitleider). Eine andere Möglichkeit ist, dass der Initiator des Kontrolldramas auf unbewusster Ebene merkt, dass er hier gerade mehr Energie einsetzt als er zurückbekommt und er einfach aufgibt. Wenn man mehrere Male erfolgreich darin war, Kontrolldramen abzuwehren, wird man merken, dass andere Menschen gar nicht mehr versuchen einen in eines zu verwickeln, weil sie bereits vorher wissen, dass sie von Ihnen keine Energie bekommen werden.

Wenn man sich mitten in einem Kontrolldrama befindet und man keinen Weg sieht, um daraus auszubrechen, hat es sich als gute Strategie erwiesen einfach zu sagen „Ich verstehe Ihren Standpunkt“ denn dies zerstreut die Spannung der Situation und bringt den Angreifer durcheinander.

Es ist ebenfalls wichtig, dass man nicht versucht Experte in Kontrolldramen zu werden, indem man versucht andere mit ihnen zu kontrollieren. Sie würden dabei schnell feststellen, dass alles was man versucht zu kontrollieren am Ende sie selbst kontrollieren wird. Dieses Gesetz gilt für alle Lebenaspekte (Geld, Beziehungen, etc) wenn man nur einen ausreichenden Zeitraum betrachtet.

Andere zu kontrollieren bedeutet auch, zu versuchen ihnen Wissen aufzudrängen oder ihnen zu sagen, wie sie ihre Probleme lösen sollten. Es ist nicht Ihre Aufgabe, die Probleme anderer Menschen zu lösen. Was sie tun können, ist, ihren darzulegen, wie Sie die Situation und mögliche Handlungsoptionen einschätzen, sowie welche Folgen die einzelnen Optionen haben könnten. Sie können jedoch nicht einfach die Entscheidung für die andere Person treffen, denn es geht hierbei darum den individuell gewählten Weg jedes Menschen zu achten und in Erwägung zu ziehen, dass Sie vielleicht nicht erkannt haben, welche Lektion diese Person aus dieser Situation lernen soll. Wenn Sie einer anderen Person die Verantwortung für die Lebensentscheidung abnehmen, indem Sie der Person Ihr Wissen aufnötigen, limitieren Sie die Wachtumschancen der Person und starten außerdem ein Kontrolldrama, selbst wenn Sie das nicht beabsichtigt hatten.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Sie Kontrolldramen nur überwinden können, wenn Sie Ihr Bewusstsein erhöhen, sich über die Kontrolldramen bewusst werden und aufhören in ihnen mitzuspielen. Sie können sich darauf verlassen, dass Sie keine Kontrolldramen mehr erleben werden, sobald Sie der Notwendigkeit Kontrolldramen zu erleben entwachsen sind. Wenn Sie Ihrer Gewohnheit, in Kontrolldramen mitzuspielen, ändern, helfen Sie dadurch auch anderen Menschen sich zu ändern, denn diese Menschen werden dadurch merken, dass sie mit ihren bewährten Strategien nicht mehr ankommen und sich ebenfalls ändern müssen.


Dies war der erste Teil dieses zweiteiligen Artikels zu spirituellen und psychologischen Aspekten des täglichen Lebens. Der zweite Teil behandelt die Themen „Lernen aus Erfahrung“ und „Manifestation von Gedanken“.

Dies ist der zweite Teil eines Artikels zu spirituellen und psychologischen Aspekten des täglichen Lebens. Falls Sie den ersten Teil nicht gelesen haben, sollten Sie dies zunächst tun, denn dieser Artikel setzt Wissen aus dem ersten Teil voraus. Der erste Teil behandelt die Themen „Positive Manifestation“ und „Ausbrechen aus Kontrolldramen“

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Alle Erfahrungen, die wir im Leben machen, bieten die Chance daran zu wachsen. Die Realität, in der wir leben, stellt optimale Lebensumstände bereit, um schnelles Wachstum zu ermöglichen, hierzu wird jeder Mensch mit genau den Dingen konfrontiert, an denen er am effizientesten wachsen kann. Bevor wir erfolgreich wachsen können, müssen wir zunächst verstehen, wozu wir mit bestimmten Situationen und Umständen konfrontiert werden. Wenn dieses Verständnis fehlt, kann man aus der Erfahrung nichts lernen und es ist sehr wahrscheinlich, dass man mit der selben Erfahrung erneut konfrontiert wird, allerdings auf eine deutlichere und unangenehmere Weise, damit es schwieriger wird, die Augen vor den Dingen zu verschließen, die gelernt werden sollen. Lernblockaden sind auf der rechten Seite des oben stehenden Bildes aufgelistet : Hass, Zorn, Sorge, Neid, …

 

Andere beschuldigen uns getäuscht zu haben

Wenn man versteht, dass man selbst alle Lebensumstände und Erfahrungen im eigenen Leben manifestiert, muss man auch die Verantwortung dafür übernehmen, dass man es zugelassen hat, von anderen getäuscht bzw. belogen zu werden. Solange einem dieses Verständnis – bzw. die Bereitschaft einen Teil der Verantwortung selbst zu übernehmen – fehlt, bleibt man ein williger Teilnehmer im Spiel der Täuschung. Der einzige Weg aus diesem Kreislauf besteht darin, sich über die Mechanismen bewusst zu werden und die Situation zu transzendieren.

 

Ehrlichkeit ohne Weisheit ist negativ

Wer schonungslos ehrlich gegenüber anderen Menschen ist, kann sie verletzen und so ihr Wachstum behindern. Obwohl Ehrlichkeit ein Aspekt des positiven Pfades ist, muss Ehrlichkeit mit Weisheit kombiniert werden. Nur dann kann man verstehen, wieviel Wahrheit ein anderer Mensch verträgt, so dass diese Wahrheit zu seinem persönlichen Wachstum beitragen kann.

 

Erwartung und Vorahnung

Wenn man eine Erwartung bezüglich des Ausgangs eines Prozesses hat, tendiert man dazu das Endergebnis bereits vorab als bekannt anzusehen. Selbst wenn dies nur in Gedanken geschieht, ist diese Handlung Teil eines Kontrolldramas. In diesem Fall verschwendet man nicht nur eigene Energie, sondern man verhindert auch noch die Manifestation des erwarteten Ergebnisses, durch den Aufbau eines energetischen Überschusspotentials.

 

Polarität von Notwendigkeiten, Bedürfnissen und Wünschen

Wenn man etwas als Notwendigkeit definiert, verbindet man damit automatisch ein Kontrolldrama, denn nun muss man die äußeren Umstände kontrollieren, um die Notwendigkeit zu erfüllen. Notwendigkeiten sind somit generell Aspekte des negativen Pfades. Bei einem Wunsch gibt es keine Anhaftung und kein Bedürfnis etwas zu kontrollieren. Wenn der Wunsch erfüllt wird, ist das natürlich schön, aber wenn er nicht erfüllt wird, geht die Welt davon auch nicht unter. Somit gibt es keinen inneren Widerstand was die Erfüllung von Wünschen betrifft. Bedürfnisse (englisch = wants) können sowohl positive als auch negativ belegt sein, abhängig von den jeweiligen Umständen der Situation. Man kann den Bewusstseinzustand einer Person daran erkennen, wie sie diese drei Begriffe verwendet. Es ist stets einfacher bestimmte Aspekte oder Fehler bei anderen Menschen zu erkennen als bei sich selbst. Ein Grund dafür, dass andere Menschen in unser Leben treten, ist häufig ihre Funktion als Spiegel von Aspekten an denen wir selbst noch zu arbeiten haben.

 

Unterbewusstsein und Verstand

Unser Unterbewusstsein hat all unsere Schmerzen, Traumata, Erinnerungen, Wissen, Instinkte und Erfahrungen gespeichert. In ihm sind alle Programmierungen aus der Vergangenheit abgelegt.

Mit unserem Verstand treffen wir vernunftbasierte Urteile und Entscheidungen. Der Verstand bezieht alles stets auf die Gegenwart.

Jegliche Gedanken über Ereignisse aus der Vergangenheit sind Erinnerungen die unser Unterbewusstsein an unseren Verstand übermittelt, damit sie erneut bearbeitet werden.

Der Konflikt, in dem sich die meisten Menschen befinden ist, dass sich ihr Verstand auf dem positiven Pfad befindet aber ihr Unterbewusstsein eine große Menge an Negativität gespeichert hat. Es bombardiert damit permanent den Verstand, um die Negativität durch Transformation loszuwerden. Transformation kann aber nur durch Verständnis erfolgen, wodurch Wachstum und Heilung erreicht werden und die Negativität verschwindet. Da die meisten Menschen davor zurückschrecken sich der Negativität zu stellen, haben sie eine Mauer zwischen Verstand und Unterbewusstsein errichtet. Doch es kommt immer wieder vor, dass die Mauer undicht wird und doch etwas Negativität durchkommt.

Diese Mauer abzubauen ist ein Prozess, den jeder Mensch irgendwann im Leben durchlaufen sollte, denn sonst kann es zu unkontrollierten Ausbrüchen negativer Emotionen kommen, die zu einem psychischen Zusammenbruch oder Geisteskrankheiten führen können.

 

Selbstliebe und Anerkennung

Wenn man nicht gelernt hat, sich selbst zu lieben, wird man sein ganzes Leben auf der Jagd nach Anerkennung durch andere Menschen sein, um diese innere Leere zu kompensieren. Menschen, die das Gefühl haben, von ihren Eltern nicht genügend Anerkennung erhalten zu haben, tendieren dazu Übereifer zu entwickeln und dadurch in selbstverletzende Handlungen zu verfallen – wie z.B. zum Workaholic zu werden.

 

Spirituelle Reinhaltung der Wohnung

Jeder Mensch verbindet bestimmte Erinnerungen mit Gegenständen, die er in der Wohnung hat. Diese Erinnerungen können Gedanken oder Gefühle an den Zeitpunkt sein, als man den Gegenstand erhalten hat oder an die Person, die einem den Gegenstand geschenkt hat. Sollte man feststellen, dass beim Anblick eines Gegenstandes negative Erinnerungen hochkommen, sollte man den Gegenstand aus der Wohnung entfernen, denn sonst wird er einem bei jedem Anblick neue negative Gedanken bereiten. Wenn man – vielleicht einmal pro Jahr – eine solche spirituelle Reinigung der Wohnung vornimmt und eine Reihe von Gegenständen entfernt, wird man sich über die emotionale Erleichterung wundern, die man danach wahrnimmt.

 

Limitierende Gedanken

Sie sind, was sie denken und sie werden zu dem, dem sie sich aussetzen. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Gedanken bewusst zu wählen und darauf zu achten, wie andere Menschen die eigenen Gedanken beeinflussen. Dadurch dass man limitierende Gedanken anderer Menschen als Wahrheit anerkennt, limitiert man sich selbst in dem, was man erreichen kann.

 

Alle Erfahrungen sind eine Reflektion dessen, was in uns geschieht

Unser Bewusstsein und unsere gesamte Energie bringt Ereignisse und Umstände in unser Leben. Wenn Sie ein dramatisches Erlebnis haben, sollten Sie sich fragen, welcher Aspekt von Ihnen, diese Erfahrung in ihr Leben gebracht hat. In der Regel stößt man dabei auf ein Erlebnis aus der Vergangenheit, mit dem ein unverarbeitetes Trauma verbunden ist. Ein genereller Grundsatz ist, dass alles, was sie in die Welt aussenden, zu ihnen zurück kommt – meistens mit einer so großen zeitlichen Verzögerung, dass sie die Verbindung zwischen Auslöser und Wirkung nicht erkennen werden. Jeder Gedanke und jede Tat hat somit eine Auswirkung und die Auswirkung ist besonders groß, wenn dahinter eine starke Absicht oder Emotion steht.

 

Synchronizität

Synchronizitäten sind Ereignisse und Umstände, die auf wundersame Weise in ihr Leben treten. Man trifft die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt, genau als man sie gerade gebraucht hat. Nicht spirituelle Menschen nennen das dann Zufall, aber wenn man ein Gefühl für Synchronizitäten entwickelt, wird man feststellen, dass sie ein Weg des Universums sind, Wünsche, die man früher mal ans Universum ausgesendet hat, in Erfüllung gehen zu lassen. Der trickreiche Aspekt dabei ist, dass man sicherstellen sollte, dass diese Wünsche auch zum jetzigen Lebensziel passen, denn Synchronizitäten können einem auch Türen öffnen, die einem vom „richtigen“ Weg abbringen, weil sie auf Wünschen basieren, die z.B. egoistisch waren.

 

Unterscheidung zwischen Gefühlen und Intuition

Negative Gefühle wie Hass, Zorn oder Angst blockieren unseren Zugang zur Intuition. Wenn man ein Eigeninteresse an einem bestimmten Ausgang eines Ereignisses hat, so verlässt man sich in diesem Moment auf sein Gefühl und nicht auf Intuition. Intuition ist stehts klar und hat kein bevorzugtes Endergebnis. Gefühle an sich sind weder gut noch schlecht, man sollte stets versuchen zu verstehen, wieso man ein bestimmtes Gefühl empfindet, denn dies ist ein guter Weg, Verletzungen aus der Vergangenheit zu heilen. Gefühle ohne Verständnis können einen überwältigen und destruktiv sein. Entscheidungen, die man trifft, während man negative Gefühle empfindet, führen in der Regel zu einem negativen Endergebnis. Solange man sich nicht sicher ist, ob man gerade auf seine Gefühle oder auf seine Intuition hört, sollte man sich besser Fragen darüber stellen, was man *nicht* machen sollte als Fragen, was man machen sollte.

 

Übungen

  • Vergebung : Jedesmal, wenn ein negativer Gedanke über eine Erinnerung aus der Vergangenheit in ihrem Verstand auftaucht, bedeutet dies, dass diese Erinnerung noch nicht verarbeitet ist. Der einfachste Weg, sie zu verarbeiten, besteht darin laut zu sagen, dass man der anderen Person und sich selbst vergibt, was damals geschehen ist. Man könnte z.B. sagen „Ich vergebe ___ für diesen Vorfall“ und „Ich vergebe mir selbst dafür in diesem Vorfall teilgenommen zu haben und dafür, dass ich es damals nicht besser gewusst habe“. Man sollte dies mehrere Male wiederholen und es ist dabei von besonderer Wichtigkeit, dass man versteht und akzeptiert, dass dieses Erlebnis ein Teil der eigenen Vergangenheit ist, dass man aber aufgrund des neuen Verständnisses und der neuen Perspektive, die man heute erlangt hat, nun loslassen kann. 
  • Loslassen : Jedesmal, wenn man sich in einer Situation befindet, in der negative Gefühle hochkommen – dies könnte ein Kontrolldrama sein in das man gerade verwickelt wurde oder auch einfach Ärger bezüglich einer anderen Person – so sollte man mental von der Situation einen Schritt zurücktreten und ein paar mal das Wort „Loslassen“ innerlich wiederholen. Dabei geht es nicht darum, sinnfrei ein paar mal dieses Wort zu wiederholen, sondern es geht darum ein Verständnis für die Situation zu entwickeln und sich darüber bewusst zu werden, dass man die Situation allein dadurch ändern kann, indem man die eigene Wahrnehmung der Situation ändert. Das Wort hilft einem dann nur dabei, diese innere Änderung der Perspektive umzusetzen. 
  • Affirmationen : Affirmationen sind ein mentales Werkzeug, um eigene Glaubenssätze neu zu programmieren, die Einfluss auf zukünftige Ereignisse haben. Die kraftvollsten Affirmationen betreffen das eigene Sein und sollten deshalb stets mit „Ich bin …“ beginnen. Nachdem man die Affirmation ein paar mal ausgesprochen hat, sollte man sie loslassen und Vertrauen haben, dass die Affirmationen, die sich im Einklang mit dem eigenen Lebensweg befinden auch zu entsprechenden Manifestationen führen werden. Affirmationen, die man aufschreibt, sind kräftiger als solche, die man sich nur in Gedanken vorsagt. Affirmationen, die man laut ausspricht, sind kräftiger als solche, die man nur aufschreibt.

 

Lektionen und Herausforderungen

Man wird nur dann mit negativen Aspekten des eigenen Unterbewusstseins konfrontiert, wenn man soweit entwickelt ist, dass man sich ihnen stellen kann und wenn man über das entsprechende Handwerkszeug verfügt, um diese Aspekte zu transformieren. Das Realitäts-Konstrukt, in dem wir leben, ist ein intelligenter Mechanismus, der darauf ausgerichtet ist, uns in Situationen zu manövrieren, in denen wir etwas lernen und unser Bewusstsein erweitern können. Es wird uns jedoch nie vor Probleme stellen, die wir nicht lösen können.

 

Die Lektion lernen

Man akzeptiert, was man hört. Man glaubt, was man sieht. Aber man versteht etwas nur dann, was man es selbst tut. Wenn man etwas sieht und glaubt, erlangt man Wissen. Wenn man es anschließend auch tut und im eigenen Leben umsetzt, erlangt man Weisheit.

 

Kapitel 4 : Manifestieren von Gedanken

Bevor man in der Lage ist, die eigenen Gedanken zu manifestieren, muss man zunächst die vorher beschriebene Mauer zwischen Verstand und Unterbewusstsein abbauen. Dann muss man den Kommunikationkanal zwischen Verstand und Höherem Selbst öffnen. Durch das Höhere Selbst erlangt man Zugang zu einer höheren Ebene von Weisheit und Einsicht. Dieser Kommunikationskanal öffnet sich ganz von alleine, wenn man auf dem positiven Pfad voranschreitet und sich spirituell entwickelt. Man kann diesen Prozess unterstützen, indem man meditiert und sich so oft wie möglich in einem Zustand inneren Friedens befindet. Umso mehr sich der Kommunikationskanal zwischen Verstand und Höherem Selbst öffnet, umso mehr entwickelt sich die eigene Intuition und der Zugang zu innerem Wissen.

 

Richtig oder falsch, gut oder schlecht

Uns wird bereits in der Kindheit beigebracht, was richtig oder falsch ist. Wenn man allerdings mal das eigene Leben betrachtet, so waren es meist Situationen, in denen uns Leid widerfahren ist, die uns dazu gebracht haben, bewusster zu werden und mehr Verständnis zu entwickeln, denn erst diese Erfahrung hat uns dafür sensibilisiert, Dinge wahrzunehmen, die uns vorher egal waren. Dies soll jetzt nicht implizieren, dass es „gut“ ist zu leiden, aber Leid ist oft ein Auslöser für positive Veränderungen im Leben eines Menschen. Viele Menschen, die ein gewisses Maß an spiritueller Weisheit erlangt haben, werden bestätigen können, dass es einer negativen Erfahrung bedurfte, die sie aus dem Alltagstrott wachgerüttelt hat und dass sie im Rückblick gelernt haben, diese Erfahrung wert zu schätzen.

Bestimmte Taten und Umstände als gut oder schlecht zu bewerten, könnte also auch ein Zeichen sein, dass es einem an Einsicht fehlt, das Wachstumspotential zu erkennen, das diese Situation in sich birgt. Der effizienteste Weg, unerwünschte Umstände aus der Welt zu entfernen, besteht darin, stets im jetzigen Moment präsent zu sein. Dadurch dass man anderen Menschen positiv und liebevoll begegnet, bewirkt man energetische Veränderungen im eigenen Umfeld und das hat wiederum positive Auswirkungen auf die Menschen in diesem Umfeld. Der Versuch andere Menschen und deren Verhalten zu verändern, initiiert stets ein Kontrolldrama und bringt einen somit vom positiven Pfad ab.

 

Schritte zur Manifestation von Gedanken

  • Schritt 1 : Akzeptieren Sie, dass grundsätzlich alles möglich ist
  • Schritt 2 : Sie müssen in der Lage sein, es zu denken
  • Schritt 3 : Sie müssen daran glauben, dass Sie die Manifestation erreichen können
  • Schritt 4 : Sie müssen daran glauben, dass es eintritt

Limitierende Gedanken und vorprogrammierte Glaubenssätze des Unterbewusstseins werden zu einer Blockade im Manifestationsprozess. Der Glauben an Ihre Fahigkeit etwas zu manifestieren, kann nur durch Verständnis des Prozesses erlangt werden und dies braucht Zeit und Übung. Glauben zu entwickeln bedeutet sich in Geduld zu üben und zu lernen Erwartungen und Vorahnungen loszulassen. Es ist wichtig sich auf das Endresultat zu fokussieren und nicht jedes kleine Detail entlang des Weges dorthin bestimmen zu wollen, denn dies schränkt die Wahrscheinlichkeit der Manifestation ein. Die Manifestation wird blockiert, sobald es bei einem der vier Schritte zu einem Bruch kommt. Wir manifestieren alle Umstände entsprechend unseres jeweiligen Zustands bezüglich Polarität, Wachstum, Heilung und Balance. Alle Erfahrungen werden uns bereitgestellt, um dadurch Entscheidungen zu treffen, die unserem Wachstum, unserer Heilung und unserer Balance förderlich sind.

 

Der Sinn des Lebens

Auf unserer Suche nach dem Sinn ihres individuellen Lebens haben Menschen zunächst Antworten im Bereich der Religionen gesucht, aber mit der Zeit wurden viele von diesen Antworten enttäuscht. Dann wandten sich viele an die Wissenschaft, aber auch die Wissenschaft lieferte keine zufriedenstellenden Antworten auf die Frage nach dem Sinn. Schließlich versuchte man sich auf dem Weg der materiellen Erfüllung und der Selbstverwirklichung, die den Menschen Glück und Sinn geben sollten, doch auch dieser Weg gab vielen Menschen nicht das, wonach sie wirklich suchten. Nachdem alle drei Ansätze mehr oder weniger gescheitert sind, stehen wir nun vor einem spirituellen Evolutionssprung. Vielleicht finden Menschen in diesem Artikel ein paar Anregungen und Antworten, um sich darauf vorzubereiten. Der beste Weg, um herauszufinden, ob ein Ansatz zu einem passt, besteht darin, ihn für eine Weile auszuprobieren, und zu sehen, ob sich dadurch positive Veränderungen im Alltagsleben einstellen.

Chaosmagie-Definition

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Der Begriff »Chaosmagie« beinhaltet oft den Widerhall von Drohung und Faszination zugleich. Wahrscheinlich ist allerdings die Annahme zutreffender, daß dies in der Absicht jener Menschen lag, die diesen Begriff prägten. Wie dem auch sei – es ist wichtig, zu bedenken, daß sich Gerald Gardner, als er seine Rekonstruktion des europäischen Heidentums in den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts herausbrachte und sie »Hexenkunst« nannte, desselben Effekts ebenso bewußt war wie der Wirkung, die dies auf seine Zeitgenossen haben würde. Nichts geht über den Ruch des »Verbotenen«, wenn man Menschen faszinieren will.

Um dem »bösen« Image zu begegnen, das dem Begriff der »Hexenkunst« anhängt, füllte Gardner seine Schöpfung mit »Sei brav«-Moralpredigten mit nur dürftiger Verbindung zum Hedonismus (»So lange es niemandem schadet, tue, was du willst«) und mit einem eingebauten System göttlicher Vergeltung für die Anwendung von »böser Magie« (das Gesetz der dreifachen Wiederkehr). Man könnte auch sagen, daß er nicht den Mut hatte, alles auf eine Karte zu setzen.

Das Etikett »Chaosmagie« leidet unter zwei der Sache selbst innewohnenden Nachteilen. Zum einen zieht die »Cyberpunk«-Assoziation dieses Begriffes dieselben menschenfeindlichen Typen an, die sich bereits zuvor aus ähnlichen Gründen zum Etikett »Satanismus« hingezogen fühlten. Für sie ist es sozusagen eine Art »Satanismus-Light«. Dieser Menschentypus pflegte die Begriffe »Hexe« oder »Hexer« (Warlock) zur Selbstbeschreibung zu verwenden, bevor der Begriff der Chaosmagie in Mode kam – »Chaosmagier« klingt doch viel cooler. Dieselben Leute, die einst umgekehrte Pentagramme auf ihre schwarzen Lederjacken gemalt haben und sich »Hexer« nannten, sind nun zu Chaossternen übergewechselt und bezeichnen sich statt dessen als »Chaosmagier«.

Der zweite (und weitaus bedeutendere) Nachteil besteht darin, daß der essentielle Grundgedanke der Chaos-Magie natürlicherweise jeder Beschreibung trotzt, da er aufgrund seiner Natur in höchstem Maße persönlich und experimentell ist. Sogar jene Menschen, welche die Ausübung der Chaos-Magie für sich in Anspruch nehmen, empfinden eine Definition derselben über ihr persönliches Modell hinaus als äußerst schwierig.

Chaosmagie ist gefährlich, ehrfurchteinflößend, von großem Potential und aus diesem Grund höchst verlockend. Es ist »Magick ohne Schranken«. Die Regeln bestehen darin, daß es keine Regeln gibt – abgesehen davon, alles zu erlernen, was für jeden persönlich funktioniert und es zur Umsetzung des eigenen Willens einzusetzen.

Die Kraft der Chaosmagie liegt in ihrer Rätselhaftigkeit und ihrer Faszination. Es gibt ebenso keine Möglichkeit einer genauen Beschreibung der Chaosmagie wie es möglich ist, das Tao zu definieren. »Was man beschreiben kann, ist nicht Tao«, wie schon der alte Weise sagte. In gewisser Weise vermute ich, das Chaosmagier die letztendliche »Geheimgesellschaft« darstellen, obwohl dies eher in der Natur dieser Magieform selbst liegt und weniger durch Eide oder Verordnungen von oben erzwungen wird.

Warum also wird dieser Weg als Chaosmagie bezeichnet? Nun, mehr aus allgemeiner Übereinstimmung denn aus irgend einem anderen Grund. Doch ich kann ein paar Stellungnahmen anbieten:

Zunächst gibt es da die zugrundeliegende Annahme, daß alles im Universum miteinander in Verbindung steht, da uns die Chaosmathematik zeigt, daß all jene Dinge, die uns zufällig und willkürlich erscheinen, in der Tat chaotisch sind und über eine höhere »Ordnung« verfügen, die nur von einem weit genug entwickelten Standpunkt aus wahrgenommen werden kann. Chaos führt zur Wirklichkeit selbst und im Besonderen zur Lebenskraft und somit der Neigung der Materie zu Intelligenzzuwachs.

Dem Oxford English Dictionary zufolge ist das Wort »Chaos« griechischen Ursprungs. Seine originale Bedeutung war »ein ungeheurer Abgrund oder eine solche Kluft, eine unergründliche Spalte, leerer Raum, unendliche Dunkelheit, der Urzustand des Universums«. In der modernen Sprache wurde dies zu folgenden Bedeutungen verfeinert: »die ‚formlose Leere‘ der primordialen Materie, die ‚große Tiefe‘ oder der ‚große Abgrund‘, aus welchem sich der Kosmos oder die Struktur des Universums entwickelt haben.« Die volkstümliche Interpretation des Wortes als Synonym für »Unordnung« ist jüngeren Datums und stellt eine irregeleitete Entwicklung dar. Ordnung wie auch Unordnung sind in sich selbst Manifestationen des uranfänglichen Chaos. Die ursprüngliche Bedeutung hatte mehr mit dem gemein, was der Mystizismus des Ostens »Tao« nennt. Ich halte dies auf keinen Fall für einen Zufall.

Aus diesem Grund nennen wir Chaosisten diesen ursprünglichen Zusammenhang »Chaos«, statt »Gott« oder irgend einen anderen traditionellen Namen zu verwenden, um jeglichen anthropomorphischen Gedanken bei etwas zu beseitigen, das so vollständig un-menschlich ist, daß es sich dem Verständnis gänzlich entzieht – zumindest dem, welches mit intellektuellen Mitteln erreicht werden soll.

Ein anderer Grund für diese Bezeichnung besteht im Umstand, daß viele der Konzepte moderner Chaostheorie metaphysisch interpretierbar sind. Es ist zum Beispiel offensichtlich, daß viele okkulte Systeme eine ganze Reihe von Faktoren gemeinsam haben. In der Chaostheorie gibt es etwas, das wir einen »unbekannten Anziehungspunkt« nennen, welcher eine bestimmte Form jenes Zusammenhangs ist, der in einem turbulenten System entsteht. Ein gutes Beispiel dafür bietet ein Strudel; er entsteht sowohl in einer Luftströmung als auch in fließendem Wasser oder in Staubstürmen – in allem, vom Roten Fleck auf dem Jupiter bis im Ablaufwasser eines Badewannenabflusses. In magischen Begriffen gesprochen, wäre ein unbekannter Anziehungspunkt zum Beispiel astrale Projektion oder die entlang der Wirbelsäule ausgerichteten Energiezentren. Chaosmagier suchen nach solchen Gemeinsamkeiten anscheinend unterschiedlicher Systeme und verwenden sie als Anhaltspunkte für zugrundeliegende Faktoren, die ihres unbedeutenden Symbolismus beraubt direkte Verwendung finden können. Dies geschieht in der Absicht, die praktischen Techniken zu enthüllen, welche sich hinter der äußeren Fassade befinden.

In kulturellen Begriffen gesprochen kann Chaosmagie als die Vorhut der Zeremonialmagie beschrieben werden. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern bringt sie mehr Spontaneität mit sich und vermeidet eine strenge Rahmenstruktur aus Ritualen und Prozeduren. Ebenso erforscht sie die Techniken des Schamanismus und der Hexerei – Dinge, angesichts derer die meisten magischen Traditionen dazu neigen, sie hochnäsig als »unter ihrer Würde« zu betrachten. Chaosmagie wird von vielen modernen kulturellen Trends beeinflußt, hierzu gehören zum Beispiel Cyberpunk, Postmodernismus und Dekonstruktionismus. Sie versucht, viele der aktuellen Theorien aus Wissenschaft und Philosophie wie zum Beispiel die Quantenphysik, die Synchronizitätstheorie und – natürlich – die Chaostheorie einzubeziehen. Es gibt sogar Einflüsse aus der Geschichte des Okkultismus, wie beispielsweise durch Aleister Crowley, Austin Osman Spare, den Taoismus, den tibetischen Buddhismus, viele Formen des traditionellen Schamanismus und sogar durch bestimmte Autoren des Science-fiction und der Fantasy-Literatur.

Oder, um einen dieser Autoren – nämlich Peter Carroll – zu zitieren: »Wenn Sie eine Kurzdefinition haben möchten, der die meisten Chaosisten zuzustimmen geneigt wären, würde ich die folgende anbieten: Chaosisten akzeptieren üblicherweise den Meta-Glauben, daß der Glaube selbst nur ein Werkzeug zum Erreichen von Wirkungen darstellt; er ist kein Selbstzweck.«

Der Meta-Glaube ist ein wichtiges Konzept in der Chaosmagie. Dahinter steht der Gedanke, daß es sich beim Glauben um nicht mehr als einen psychologischen Geisteszustand handelt, obwohl er durchaus die Kraft hat, unsere eigene und manchmal auch die Realität anderer Menschen zu formen. Er ist das Mittel, nicht der Zweck; das Fahrzeug, aber nicht das Ziel.

In »The Theatre of Magick« schrieb Ray Sherwin: »Der Chaosmagier glaubt nicht im Sinne von Vertrauen. Er oder sie führt praktische Experimente durch, um zu ermitteln, ob den Postulaten, die er oder sie entweder selbst entwickelt oder von jemand anderem ausgeliehen hat, irgendein Wert innewohnt. Es ist eine Tatsache, daß wir uns um der Übereinstimmung willen alle gewisse organische Glaubensformen aneignen müssen. Sie alle glauben daran – zumindest die meiste Zeit über – daß der Stuhl, auf dem Sie gerade sitzen, real ist. Dies ist nicht unbedingt ein geistiger Vorgang, sondern eher ein instinktiver oder organischer, ohne welchen das Leben unmöglich wäre.« Diese Glaubensebene trifft nicht das, womit sich der Meta-Glaube beschäftigt, sondern hat eher mit der Ebene des Vertrauens zu tun.

Die Ausübung des Meta-Glaubens verleiht eine furchtbare Freiheit sowie eine ebenso furchtbare Verantwortung. Chaosmagisches Arbeiten umfaßt die vorübergehende Annahme eines zwanghaften Glaubenssystems, dessen magische Möglichkeiten es erlauben, einen bestimmten Effekt zu erreichen; dem folgt dann zur Vervollständigung der Arbeit die Aufgabe dieses Glaubens. Aufeinanderfolgende oder sogar einander widersprechende Glaubenssysteme werden je nach Wunsch oder Notwendigkeit angenommen. Um dies tun zu können ist es von übergeordneter Wichtigkeit, daß kein einzelner Glaubenskreis jemals als letztendlich wahr akzeptiert wird.

Diese Verweigerung jeglichen Absolutismus erklärt den unheilvoll bösen Ruf der Chaosmagie im modernen Okkultismus mehr als alle anderen Faktoren. In fast jedem früheren Fall eines Wiederauflebens okkulter Philosophie wurden deren »hohe moralische Maßstäbe« fanatisch ausgerufen – und zwar unabhängig von ihrem öffentlichen Ansehen. Gerald Gardner formulierte im Zuge seiner »Wiederbelebung« der Hexenkunst nahezu zweihundert moralische »Gesetze«, um die Aktivitäten seiner Anhänger zu lenken, welche bis auf den heutigen Tag mit dem Ziel, die Welt von ihrem Wohlwollen zu überzeugen, eine ewige Schlacht schlagen. Sogar Aleister Crowley und seine Nachfolger haben stapelweise Prosa fabriziert, um den Thelema-Grundsatz »Tue, was du willst soll sein das ganze Gesetz« als »höheres« moralisches Gesetz zu etablieren. Ob dies zutrifft oder nicht steht hier nicht zur Debatte. Chaosmagie umgeht diese Streitfrage gänzlich; es gibt kein Dogma, welches einem »gute« oder »gesunde« moralische Maßstäbe indoktriniert, bevor man mehr über die Einzelheiten der Arbeitsweise erfährt. Wer Chaosmagie praktiziert, muß selbst entscheiden, was letztendlich für ihn »gut« oder »böse« ist.

Als Ergebnis dessen hat Chaosmagie keinerlei Begrenzungen. Dies ist kein neues System oder ein Aufguß älterer Systeme oder irgend eines anderen, bereits existierenden Modells – es ist eine Einstellung, ein anderer Weg, die Kunst der Magie zu betrachten. Es ist auch nicht »neu«, da jeder frühere Adept, der jemals seinen eigenen ketzerischen Pfad verfolgt hat, tatsächlich dem Ruf des Chaos antwortete. Doch sowie aus irgend einem Pfad ein System erwächst, sowie heilige Bücher geschrieben und Rituale, Sitten und Moralformen für »die Anhänger« verordnet werden, hat es aufgehört, Chaosmagie zu sein. Sie bleibt dies nur, wenn wir stets auf diesem schmalen Grad weitergehen, auf welchem wir dem Fluß des Chaos begegnen.

Es ist allerdings nicht dasselbe wie schlicht und einfach nach allem zu greifen, was geschieht und unsere Phantasie beeindruckt. Auch die Vermischung und Verschmelzung von Teilen und Versatzstücken mehrerer verschiedener alter Rituale und Glaubensstrukturen zu einem »System« – auch wenn es ein persönliches ist – repräsentiert ebenfalls nicht die Chaosmagie. Eingeschlossener Glaube bleibt eingeschlossen. Es ist weitaus wichtiger, frei zu bleiben, um die Grenzen zu erweitern, als »korrekt« oder gar beständig zu sein. Chaosmagie stellt nicht nur einfach einen neuformulierten Mischmasch alter magischer Traditionen und im Trend liegender neuer Etikette dar.

So, wie Chaosmagie heute allgemein definiert wird, leitet sie sich von den Arbeiten Austin Osman Spares und Peter J. Carrolls her. Beide wiesen den größten Teil der traditionellen magischen Praxis als unnötig kompliziert, kulturell selbstgerecht und im allgemeinen unwirksam zurück; auch sahen sie die in diesen Kreisen geläufige Furcht vor den machtvollen, aber gefährlichen Techniken der Hexerei und des Schamanismus als hinderlich an. Ebenso waren beide der Ansicht, die traditionellen okkulten Lehren beschäftigten sich weitaus mehr mit der Vermittlung eines moralischen Systems als mit allem anderen, was aus diesen Systemen in der Tat Religionen mache. Spare zog als erster eine Verbindung zwischen Magie und dem zu seiner Zeit relativ neuen Bereich der Psychologie, womit er die okkulte Praxis von der Notwendigkeit einer religiösen Weltsicht befreite. Carroll gründete zusammen mit Sherwin die Illuminaten von Thanateros (IOT) und versuchte auch, die Konzepte der Chaostheorie und der Quantenmechanik in die Bereiche des Okkulten und Paranormalen mit einzubeziehen.

Dementsprechend ist die Chaosmagie vielleicht die erste Form der Zeremonialmagie, welche sich dem Gegenstand ihres Interesses nicht in der Art einer antiken Kunst nähert. Statt dessen wird Magie als etwas begriffen, mit dem man experimentieren und innerhalb dessen man Verbesserungen vornehmen kann. Praktischerweise geben alle anderen Systeme – sie werden ja schließlich nicht umsonst »Traditionen« genannt – vor, daß »die alten Meister« alle Geheimnisse der Magie bereits vor langer Zeit entdeckt hätten und wir armen modernen Menschen nur darauf hoffen könnten, wenigstens einen kleinen Schimmer der vergangenen Herrlichkeit zurückzuerobern. Diese antiquierte Einstellung hat die Entwicklung der magischen Künste seit dem Untergang Roms gelähmt.

Chaosmagie unterscheidet sich von den »Systemen« der Vergangenheit weiterhin durch ihren spezifischen Zugang. Sie sieht Ritualmagie eher als Psychodrama denn als echte Verehrung an und ähnelt als solche eher der Stanislavsky-Methode in der Schauspielkunst. Das primäre Ziel eines chaosmagischen Rituals besteht darin, einen mentalen Zustand zu schaffen, den wir als »Gnosis« bezeichnen. Der Begriff wird in diesem Fall ähnlich seiner Verwendung durch die Tantristen gebraucht, wo der umherschweifende Geist zum Kurzschluß gebracht wird, so daß die Absicht des Magiers in den Quantenfluß des Universums eingeprägt werden kann. Wie ein nach der Stanislavsky-Methode arbeitender Schauspieler trachtet der Chaosmagier danach, die Alltagswirklichkeit zu überlisten und jeglichen Zweifel aus seiner momentanen Realität auszuschließen. Um dies zu erreichen, bedient er/sie sich der Werkzeuge eines Schauspielers: Bühnenbild, Kostüme, Requisiten, Worte, Klänge und besonders dessen, was Stanislavsky die emotionale Erinnerung nennt. Jedes kraftvolle und verwandelnde Erlebnis kann genutzt werden, um diese emotionale Erinnerung anzuzapfen – das schließt Sex ebenso wie Schmerz, Verwirrung, Begeisterung, Abscheu und Ekstase ein, vor allem in einander widersprechenden Kombinationen.

Chaosmagier verwenden Sigille (magische Absichten, die in Form symbolischer Zeichen oder als Mantras wiedergegeben werden), rituelle Techniken jeden Ursprungs (vor allem ethnisch-ursprüngliche) und Artefakte jeder gewählten Kultur zur Formung eines magischen Raums, welcher eine vorübergehend autonome Zone darstellt, in der der Zustand der Gnosis erreicht werden kann. Gnosis ist die Tür zur wirkungsvollen Magie; im Augenblick der Zeitlosigkeit, im Zustand der magischen Trance bildet der Geist eine direkte Schnittstelle zur nichtkausalen Verbundenheit aller Dinge im Universum. Starke emotionale Reaktionen sind der am leichtesten zugängliche Schlüssel zur Gnosis; psycho-dramatische Rituale, die die emotionale Erinnerung zur Hervorbringung der gewünschten Reaktion verwenden, stellen die Hand dar, welche den Schlüssel hält.

Da ein Ritual traditionell eine Landkarte des Bewußtseins darstellt, kann es auch als Karte des neuen Pfades dienen, den man in seiner eigenen Psyche geschaffen hat. Festgelegte und beschriebene Rituale sind zusammen mit solchen Machwerken wie »Schattenbüchern«, »heiligen Büchern«, »Veröffentlichungen im Soundso-Magazin« und so weiter genau dafür geschaffen, den Magie Praktizierenden vor dem Chaos zu schützen. Kurz gesagt – es gibt immer Raum für neue chaosmagische Methoden, aber niemals für chaosmagische Systeme.

Philosophisch gesehen enthält die Chaosmagie Ähnlichkeiten mit dem Taoismus, die taoistische völlige Stille allerdings ausgenommen. Der Erfolg dieser Magieform hängt von der gänzlichen Selbstvernichtung ab und hat auf diese Weise viel mit der buddhistischen Nagarjuna- und der Madhyamaka-Schule sowie vielleicht in noch höherem Maße mit der Nyingmapa-Schule des tibetischen Buddhismus gemeinsam; eine Untersuchung der Chod-Rituale des tibetischen Buddhismus wird der Formulierung effektiver Chaosriten wertvolle Anhaltspunkte bieten. Die Auswirkungen eines Zen-Koans auf den schweifenden Geist vermitteln eine schwache Ahnung dessen, wonach ein Chaosmagier sucht.

Die Ausübung der Chaosmagie kann destabilisierende Wirkung haben, da sie zur Zerstörung des Glaubens geschaffen wurde. Ebenso wie die Anwendung psychedelischer Drogen ist sie in der Lage, die persönliche Realität drastisch zu verändern. Aus diesem Grund ist Chaosmagie nichts für empfindliche Menschen oder für jene, die sich vor dem fürchten, was in den Tiefen ihres Selbst lauert.

Der Goldene Schnitt

Mathematische Überraschungen
in der Natur

Die Goldene Zahl ist wahrscheinlich die außergewöhnlichste aller Zahlen. Sie hat hunderterlei einzigartige Eigenschaften wie sonst keine andere Zahl und so verwundert es auch nicht, dass sie in der Schöpfung eine bedeutende Rolle spielt. Der aufmerksame Beobachter unter den Lesern dieses Textes wird sie an vielen Stellen seines Alltages wiederentdecken können. Zunächst aber kurz ein paar mathematische Grundlagen für das richtige Verständnis: Die Goldene Zahl besitzt unendlich viele Nachkommastellen und wird mit dem griechischen Buchstaben Φ (Phi) bezeichnet. Sie beginnt mit 1,618033… und hat unter anderen folgende einmalige Eigenschaften:
Die Nachkommastellen von Phi und ihrem Kehrwert sind identisch
Bildet man den Kehrwert von Φ (1 durch 1,618033…) ergibt sich 0,618033… Die beiden Zahlen unterscheiden sich also lediglich in der Stelle vor dem Komma. Alle anderen Nachkommastellen sind exakt identisch bis in alle Unendlichkeit. Diese Eigenart gibt es bei keiner anderen Zahl.
Phi lässt sich als einzige Zahl nur aus Einsen darstellen

Bildet man einen unendlich langen Kettenbruch, der nur aus Einsen besteht, so erhält man wieder exakt bis in alle Unendlichkeit die Goldene Zahl. Auch dieses Prinzip funktioniert bei keiner anderen Zahl.
Phi ist die Zahl des Goldenen Schnittes

Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren Strecke so verhält, wie die Summe der beiden Strecken zur Größeren. Der Wert dieses Streckenverhältnisses (a geteilt durch b) entspricht exakt der Goldenen Zahl Φ. Dieses Verhältnis findet sich in der Schöpfung erstaunlich oft wieder, z.B. bei Bienen oder bei Pferden.
Phi ist die Zahl des Goldenen Winkels Psi

Den Vollkreis von 360° nach dem Verhältnis des Goldenen Schnittes geteilt, ergibt den sogenannten Goldenen Winkel Ψ (Psi) von 137,5°. Auch dieser Winkel spielt in der Schöpfung eine erstaunliche Rolle, wie wir noch sehen werden.
Phi ist die Zahl des Fünfecks

Ein regelmäßiges Fünfeck oder auch Pentagramm genannt, hat die erstaunliche Eigenschaft, dass alle Seiten jeweils ganz exakt nach dem Goldenen Schnitt geteilt sind. Das Verhältnis der langen blauen Seiten zu den kurzen orangenen Seiten ist also immer diese besondere Goldene Zahl Φ 1,618033… Auch die inneren kleineren Dreiecke, die sich einzeichnen ließen, wären wieder durch die anderen Linien genau nach dem Verhältnis des Goldenen Schnittes geteilt.
Phi ist die Zahl der Goldenen Spirale

Fügt man an ein Quadrat (1) ein weiteres gleiches Quadrat (1), so dass nun die Gesamtstrecke der Außenkanten als Grundlage für ein neues Quadrat (2) dient, ergibt sich ein Rechteck (1, 1, 2). Wird dieses Prinzip weiter fortgeführt (Strecke 2 und 1 ergeben Quadrat 3; Strecke 2 und 3 ergeben Quadrat 5; usw.) bilden sich immer wieder neue Rechtecke, die genau nach den Proportionen des Goldenen Schnittes geteilt sind. In diese Quadrate lässt sich nun die sogenannte Goldene Spirale zeichnen. Und diese Spirale, das ist das eigentlich Besondere, dreht exakt nach den Proportionen des Goldenen Schnittes und somit letztlich nach der wunderschönen Zahl Φ.
Phi und die Fibonacci-Zahlen
Die Fibonacci-Zahlen sind eine äußerst außergewöhnliche Zahlenfolge und stehen in engem Zusammenhang mit der Goldenen Zahl Φ. Auch die Fibonacci-Zahlen finden sich erstaunlich oft in der Schöpfung wieder. Die Fibonacci-Folge kann jeder ganz einfach selbst bilden: Sie beginnt mit der Zahl Eins und jede weitere Zahl ergibt sich aus der Summe der beiden Vorgängerzahlen:
1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610, 987, 1597, usw.
Diese Fibonacci-Zahlen sind ganz besondere Zahlen mit hunderten einmaligen Eigenschaften, die bei weitem noch nicht alle bekannt sind. Weltweit finden Menschen daher immer wieder neue Gesetzmäßigkeiten für die Fibonacci-Zahlen heraus. Hier seien nur fünf dieser einmaligen Zusammenhänge genannt:
Der Quotient zweier benachbarter Fibonacci-Zahlen schwankt um den Wert der Goldenen Zahl 1,618033… Je höher dabei die benachbarten Fibonacci-Zahlen werden, desto genauer nähert man sich diesem Wert.
Die Summe der Quadrate zweier benachbarter Fibonacci-Zahlen ist ohne Ausnahme auch immer eine Fibonacci-Zahl.
Das Quadrat jeder ungeraden Fibonacci-Zahl ab 5 ist immer um Eins größer als das Produkt aus ihrem Vorgänger und Nachfolger. Ebenso ist das Quadrat jeder geraden Fibonacci-Zahl ab 8 stets um Eins kleiner als das Produkt aus deren Vorgänger- und Nachfolgerzahl.
Jede beliebige Fibonacci-Zahl ist immer ein ganzzahliger Teiler einer weiteren Fibonacci-Zahl, die ein Vielfaches ihres Indexes (Stelle in der Fibonacci-Folge) ist.
Beispiel: Jede dritte Fibonacci-Zahl ist durch 2 (ihren Wert) teilbar. Jede vierte Fibonacci-Zahl durch 3, jede fünfte durch 5, jede sechste durch 8, jede siebente durch 13 usw.
Die Summe von zehn beliebigen aufeinanderfolgenden Fibonacci-Zahlen, ist immer gleich dem 11-fachen des 7. Gliedes der Auswahl.
Beispiel: Die Auswahl der Fibonacci-Zahlen ist 5 bis 377. Die Summe dieser Zahlen beträgt 979. Nun ist das 7. Glied der Auswahl die Zahl 89, demzufolge ist das 11-fache von 89 auch 979.

Die Goldene Zahl in der Natur

Wir sehen also, die Fibonacci-Zahlen und die Goldene Zahl sind wirklich ganz einmalige Zahlen mit besonders außergewöhnlichen Zusammenhängen. Aber was für eine Rolle haben jetzt diese Zahlenspielereien in der belebten Natur? Eine ganz wesentliche – wie die nachfolgenden Beispiele zeigen:
Blüten

In der Schöpfung finden wir sehr viele Blüten, beispielsweise die Akeleiblüte, die Glockenblume und die Heckenrose. Diese Blüten sind alle nach dem Muster des regelmäßigen Fünfecks konstruiert. So gibt es dutzende Blüten an einem Strauch und jede einzelne Blüte ist nach diesem Fünfeck gemacht. Das heißt also, in allen Blüten kommt der Goldene Schnitt vor mit dieser einmaligen Zahl Φ und zwar sehr exakt. Die Pflanzen machen nie einen Fehler, sondern immer ganz präzise Fünfecke. Woher weiß das aber die Pflanze? Wo hat sie etwas gelernt von Geometrie, wie man Fünfecke macht oder woher weiß die Pflanze die Zahl des Goldenen Schnittes? All diese Information ist im Erbgut, also in den DNA-Molekülen gespeichert. Hier hat der Schöpfer den Bauplan für eine Akeleiblüte hineingelegt, in diesem mikroskopisch kleinen Material liegt in der höchsten uns bekannten Speicherdichte die ganze Geometrie der Blüte drin. Aber nicht einmal die klügsten Wissenschaftler haben verstanden, wie Gott es da hinein programmiert hat.
Die Goldene Spirale

Es ist auffällig, dass die Goldene Spirale in der Schöpfung sehr häufig vorkommt. So hat das schneckenförmige Kalkgehäuse des Nautilus annähernd die Steigung der Goldenen Spirale. Hinzu kommt noch, dass diese Spirale räumlich ist. Jeder Schnitt durch das Kalkgehäuse ergibt immer wieder eine Goldene Spirale. Egal ob nun im Großen oder im Kleinen, überall findet sich diese Goldene Spirale wieder: Beispielsweise bei Schnecken, bei Farnen, beim menschlichen Ohr, in Hurrikans und sogar in Galaxien. Wir sehen also, der Schöpfer konstruiert nach dem Prinzip der Goldenen Spirale.
Die Sonnenblume

Die Verteilung der Kerne im Korb der Sonnenblume ist nicht etwa zufällig, sondern mathematisch exakt versetzt um je 137,5°. Wie oben gelesen, ist dies genau die Gradzahl des Goldenen Winkels, der auch wieder auf die schöne Zahl des Goldenen Schnittes (1,618033…) zurückgeht.
Dass dieser Winkel von 137,5° wirklich der beste Versetzungswinkel für die Anzahl der im Korb befindlichen Sonnenblumenkerne ist, sieht man wenn der Winkel auch nur um 1° abweicht. Dieses eine Grad ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar, aber es ist eine Katastrophe für eine Sonnenblume. So ist in absolut jedem Sonnenblumenkern der Goldene Schnitt einprogrammiert und die Sonnenblumen geben diese Zahl von Generation zu Generation weiter. Dazu kommt noch, dass der Winkel von 137,5° auch während des Wachstums des Sonnenblumenkorbes stets derselbe bleibt.
Jeder einzelne Kern im Sonnenblumenkorb gehört auch zu einer linksdrehenden und zu einer rechtsdrehenden Spirale. Das Besondere hieran ist jetzt, dass die Anzahl der Spiralen ausschließlich Fibonacci-Zahlen sind. Die Anzahl der links- und rechtsdrehenden Spiralen sind immer benachbarte Fibonacci-Zahlen. Bei Sonnenblumen findet man normalerweise die Kombination 21/34 oder 34/55 oder 55/89, bei besonders großen Sonnenblumen auch mal 89/144 oder 144/233.
Es ist aber nie eine andere Anzahl von Spiralen. Hier stellt sich doch die Frage, woher die Sonnenblumen die Fibonacci-Zahlen so genau kennen?
Dieses Prinzip gilt aber nicht nur für Sonnenblumen, sondern beispielsweise auch bei Gänseblümchen, bei Tannenzapfen, bei Pinienzapfen, beim Kohl und bei der Ananas. Überall finden wir links- und rechtsdrehende Spiralen die genau dem Zahlenwert zweier benachbarter Fibonacci-Zahlen entsprechen – es gibt absolut keine Ausnahmen. Auch die Anzahl der Blattspiralen bei Palmen sind immer Fibonacci-Zahlen.

Schlussfolgerung

Wenn man sich einmal die Mathematik in der Schöpfung ansieht, dann erkennt man, das Ganze ist eine Untersuchung ohne Ende. Alles ist bis auf das Feinste konstruiert, es ist nichts zufällig. Es gibt nichts, das irgendwie mal gerade so geworden ist, vielmehr ist alles mathematisch präzise geplant. Dass die Sonnenblume so konstruiert ist, damit der Korb voll ausgefüllt ist, ist nicht irgendwie zufällig im Rahmen einer Evolution entstanden. Sondern hier sind die Fibonacci-Zahlen und der Versetzungswinkel von 137,5° genetisch exakt festgelegt. So gesehen benötigt ein Atheist bei all den Wundern in der Schöpfung einen deutlich größeren Glauben an das Prinzip Zufall, als jemand der an intelligente Planung glaubt.

Die Unmöglichkeit der Evolution

Die Unmöglichkeit der Evolution

Die folgenden Seiten setzen sich kritisch mit der von vielen so leichtfertig übernommenen Theorie auseinander, das Leben sei mehr oder weniger zufällig durch Evolution entstanden. Hierbei liegen Fragen zugrunde, auf die unsere Naturwissenschaften keine Antworten geben können. Beispielsweise warum unser Gehirn als einziges Organ über sich selbst nachdenken kann oder wie es möglich ist, dass die sechs unbelebten Grundbausteine unseres Körpers (Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Schwefel) in der richtigen Anordnung plötzlich ein Bewusstsein besitzen. Auch einige der staunenswertesten Wunder in unserer Natur zeigen deutlich, dass aus naturwissenschaftlicher Sicht eine auf Zufallsprozesse beruhende Entstehung des Lebens, völlig auszuschließen ist. Diese Wahrheit erkannte nach über 60 Jahren auch der einst atheistische Autor und Philosoph Malcolm Muggeridge, der es wie folgt formulierte: „Ich bin davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie, besonders das Ausmaß in dem sie angewendet wird, als einer der größten Witze in die Geschichtsbücher der Zukunft eingeht. Die Nachwelt wird sich wundern, wie eine so schwache und dubiose Hypothese so unglaublich leichtfertig akzeptiert werden konnte.“
Um die Theorie von der Entstehung des Lebens durch Evolution zu widerlegen, ist es zwecklos, lediglich Argumente gegen verschiedene Ungereimtheiten vorzulegen. Letztlich verharren Evolutionsanhänger und Evolutionskritiker bei dieser Art der Auseinandersetzung stets in einer Patt-Situation. Wenn aber ein Naturgesetz das Gedankensystem der Evolution schon an der Wurzel aushebelt, erübrigen sich alle weiterführenden, mühseligen pro/contra-Diskussionen. Denn Naturgesetze kennen keine Ausnahmen, sie gelten immer, an jedem Ort, zu jeder Zeit, im ganzen Universum. Und daher ist in der Wissenschaft durch Naturgesetzmäßigkeiten immer die stärkste Argumentation gegeben. So weiß heute z.B. jeder, dass ein Perpetuum mobile, also eine Maschine, die ohne Energiezufuhr ständig läuft, eine unmögliche Maschine ist, da der Energieerhaltungssatz sie schlicht und einfach verbietet. Und nach eben diesem Prinzip schließt das Naturgesetz der Universellen Information die Entstehung des Lebens durch natürliche Prozesse, von vornherein aus:
Universelle Information kann nicht selbstständig entstehen.

Universelle Information ist eine geistige, nichtmaterielle Größe und stammt IMMER von einem intelligenten Sender/Urheber.

Was heißt das? Heute wissen wir, was Darwin nicht wissen konnte. In den Zellen aller Lebewesen befindet sich eine unvorstellbare Menge an codierter Information. Die Bildung aller Organe geschieht informationsgesteuert, tausende geregelte und präzise aneinander gekoppelte Abläufe in jeder einzelnen Zelle funktionieren ebenso informationsgesteuert wie die Herstellung aller körpereigenen Substanzen (allein 50.000 verschiedene Proteine im menschlichen Körper). Und jede dafür notwendige Arbeitsanweisung steht gespeichert in der DNA unserer Zellen, und das in der höchsten überhaupt bekannten Speicherdichte: So könnte man im Volumen eines Stecknadelkopfes, der nur aus DNA-Material besteht, einen Stapel Taschenbücher speichern, der 500mal höher wäre als die Entfernung von der Erde bis zum Mond. Verteilt man diese Menge an Bücher auf alle Bewohner der Erde (derzeitig ca. 7 Milliarden) so erhielte jeder Mensch 2143 Exemplare. Auch die Wissenschaftler Georg Church und Sri Kosuri des Harvard Wyss Institute haben gezeigt, dass 700TB Daten in nur einem Gramm DNA gespeichert werden können. Eine unvorstellbare Informationsdichte nach einem äußerst genialen Prinzip, von dem all unsere Computerspeicher weit, weit entfernt sind.
Ein Codesystem ist aber immer das Ergebnis eines intellektuellen Prozesses und erfordert einen geistigen Urheber. Alle Erfahrung zeigt, dass die Materie von sich aus nicht in der Lage ist, einen Code zu generieren um Information in freier Gestaltung zu verschlüsseln. Dazu ist immer ein vernunftbegabtes Wesen mit freiem Willen, Intelligenz und kreativer Planungsfähigkeit erforderlich. Die Fähigkeit des Denkens ist dabei eine notwendige Voraussetzung. Aufgrund dieser schlichten Zusammenhänge stellt sich natürlich automatisch die Frage: Woher stammt die unvorstellbar riesige Informationsmenge in unserer DNA? Leider wird in evolutionsbiologischen Arbeiten durchweg davon ausgegangen, dass Information von selbst in der Materie entstehen kann. Niemand hat aber je einen solchen Prozess in der Wirklichkeit zeigen können. Wie auch, denn einem rein materialistischen Kosmos (und als solcher wird er in den Naturwissenschaften beschrieben) ist es unmöglich eine nichtmaterielle Größe wie Bewusstsein, Wille, Intelligenz oder Universelle Information zu erzeugen.

Was ist Universelle Information?

Jede Sprache, egal ob tierisch oder menschlich, funktioniert nur weil die richtige Anordnung bestimmter Laute bzw. Zeichen eine festgelegte Bedeutung hat, die der Sender und Empfänger der Information genau kennt und deswegen versteht. Der Sender verfügt über Kenntnisse der Sprache die er einsetzt, und er weiß welche Symbole er wählen muss, damit die von ihm beabsichtigte Bedeutung dargestellt wird. Dies geschieht nicht zufällig, sondern unter stetigen Einsatz von Intelligenz. Universelle Information folgt also immer präzisen grammatischen Regeln, die im Vorfeld vereinbart wurden. Dieser Prozess der Informationsentstehung ist eindeutig ein nichtmaterieller Vorgang, denn unbelebte Materie besitzt keine Intelligenz. Sie ist somit unfähig, Universelle Information selbstständig zu erzeugen. Laut Definition von Prof. Dr. Werner Gitt liegt Universelle Information (im Folgenden UI abgekürzt) immer dann vor, wenn folgende fünf Ebenen erkennbar sind:

1. Statistik (UI hat eine Zeichenmenge)
2. Syntax (UI besitzt einen Code, eine Grammatik)
3. Semantik (UI trägt innerhalb der Wörter oder Sätze eine Bedeutung, einen Sinn)
4. Pragmatik (UI fordert den Empfänger zu einer Handlung bzw. Reaktion auf)
5. Apobetik (UI beabsichtigt ein bestimmtes Ergebnis/Ziel).

Durch diese Definition wird deutlich, dass Universelle Information in mehrere, miteinander gekoppelte und doch deutlich voneinander trennbare Ebenen gegliedert ist. Widersprüchliche Aussagen und Schlussfolgerungen mancher Autoren liegen darin begründet, dass sie von Information sprechen, ohne Rechenschaft darüber zu geben, auf welcher Ebene sie gerade diskutieren oder ob die jeweilig verwendete Ebene ausreicht, um eine so weitreichende Schlussfolgerung zu ziehen. So kann man beispielsweise keinerlei Antwort auf die Herkunft biologischer Systeme bekommen, wenn man sich (wie Claude Shannon) lediglich auf die statistische Ebene bezieht.
Die alleinige Betrachtung der statistischen Ebene bei biologischen Systemen führt von vornherein zu einer Beschränkung. Dies entspricht der Behauptung, allein der Zufall und natürliche Prozesse seien für die Herkunft der biologischen Systeme verantwortlich. Das aber ist keine wissenschaftliche, sondern eine ideologische Haltung, die auf dem Materialismus gründet. Und so wird fast unbemerkt eine Ideologie – hier vor allem der Materialismus – in die Wissenschaft eingeschmuggelt. Wirklich begründete Aussagen sind aber nur dann möglich, wenn das Sender-Empfänger-Problem systematisch auf allen Ebenen der Universellen Information behandelt wird. So fällt bei gründlicher Betrachtung auf, dass auch der genetische Code in der DNA aller Lebewesen hochpräzise Universelle Information ist:
1) Statistik: Die vier vorkommenden Nukleinbasen A, T, C, G bilden das Zeichensystem.
2) Syntax: Im Codesystem der DNA wurde festgelegt, dass stets drei aufeinanderfolgende Nukleinbasen (ein sogenanntes Triplett) für eine bestimmte Aminosäure stehen. So steht beispielsweise das Triplett GGA im Codesystem der genetischen Sprache für das Glycin-Molekül. Äußerst bemerkenswert hierbei ist übrigens, dass in der gesamten belebten Natur nur eine genetische Grammatik realisiert ist!
3) Semantik: Die Reihenfolge der in der DNA gespeicherten Tripletts bedeutet für die Zelle, ein ganz bestimmtes Protein zu synthetisieren.
4) Pragmatik: Die in der DNA hinterlegte Aminosäuresequenz führt in der Eiweißfabrik der Zelle (dem Ribosom) mit Hilfe von mRNA und tRNA zu der Handlung, das entsprechend verschlüsselte Protein herzustellen. Die richtige Aneinanderreihung hunderter und oftmals tausender Aminosäuren bewirkt also den Aufbau eines einzelnen Proteins.
5) Apobetik: Das Ziel des genetischen Codes ist letztlich die Herstellung eines strukturell lebensfähigen Körpers, in dem Billiarden von Proteinen nicht nur produziert, sondern auch räumlich exakt angeordnet und miteinander vernetzt werden müssen. Und all diese Arbeitsanweisungen stehen gespeichert nach einer präzisen Grammatik in unserer DNA. Nichts passiert hier zufällig, alles ist exakt einprogrammiert.

Die fünf Ebenen der Universellen Information. Zu jeder Ebene gibt es immer eine sender- wie auch eine empfängerseitige Relevanz. (Quelle: „Information – der Schlüssel zum Leben“ ab Seite 85.)

Materielle und nichtmaterielle Größen

Alle denkbaren physikalischen Einheiten können in der Wissenschaft von sieben Basiseinheiten abgeleitet werden, die voneinander unabhängig sind: Länge, Masse, Stromstärke, Temperatur, Stoffmenge, Lichtstärke und Zeit. Für jede dieser sieben Grundeinheiten gibt es eine eindeutige, international anerkannte physikalische Definition. Alle uns bekannten und alle derzeit noch unbekannten Einheiten, die sich auf die materielle Welt beziehen, sind von diesen Grundeinheiten ableitbar. Die abgeleiteten Einheiten werden nur durch Multiplikation oder Division zweier oder mehrerer Basiseinheiten miteinander in Beziehung gebracht.
Ohne Ausnahme erlaubt das sogenannte SI-System alle materiellen Größen mithilfe der sieben oben genannten Basiseinheiten zu beschreiben. Die Universelle Information kann jedoch nicht mit irgendeiner Kombination aus diesen sieben Basiseinheiten dargestellt werden. Damit ist der klare Nachweis erbracht: Weil Universelle Information nicht durch die Basiseinheiten des SI-Systems beschrieben werden kann, ist sie eindeutig eine nichtmaterielle Größe. Und da andere Größen wie Bewusstsein, Intelligenz, Wille und Leben ebenfalls nicht durch das SI-System beschrieben werden können, gehören auch diese Punkte eindeutig zu den nichtmateriellen Größen. Die in den Wissenschaften weithin materialistisch orientierte Denkweise führt demzufolge immer dann zu gravierenden Irrtümern, wenn nichtmaterielle Größen so behandelt werden, als seien es materielle Größen. Allein dieser simple Tatbestand sollte zu denken geben, wie man eine Theorie über die Entstehung des Lebens wissenschaftlich nennen kann, wenn die natürlichen Grund-Voraussetzungen dafür gar nicht gegeben sind.
Auch unsere Computersprachen existieren nur, weil sie von Menschen (ausgestattet mit Geist, Intelligenz und Willen) geschaffen wurden. Nirgends ist eine Computersprache oder ein Computerprogramm selbstständig entstanden. Vielmehr belegen unzählige Beispiele, dass am Anfang jeder Informationskette immer ein schöpferischer Geist steht. Die Evolutionslehre hingegen geht davon aus, der genetische Code sei irgendwie zufällig von allein entstanden. Ein äußerst unglaubwürdiges Konzept, zumal es nirgends Bestätigung findet.

Codierte Information ohne Sender? Der genetische Code gleicht in allen Punkten einer Programmiersprache, die unseren Computersprachen in Komplexität und Miniaturisierung weit überlegen ist.

Die Konsequenzen dieser Fakten

Aus dem obigen Gesetzmäßigkeiten können durch Schlussfolgerung weitere, sich immer wieder bestätigende und deshalb naturgesetzmäßige Zusammenhänge abgeleitet werden. Diese wären, wie jedes Naturgesetz, mit nur einem Gegenbeispiel widerlegt:
•  Materie kann von allein keine Universelle Information erzeugen.
•  Es gibt keinen freien Code ohne bewusste, willentliche Vereinbarung.
•  Universelle Information besitzt stets eine vom Urheber festgelegte Grammatik.
•  Am Anfang jeder Informationskette steht immer ein intelligenter Urheber/Sender.
•  Universelle Information kann nicht durch Zufall oder lange Zeiträume entstehen.
Das Gedankensystem der Evolution und der Abiogenese des Lebens kann also nur dann funktionieren, wenn durch natürliche Zufallsprozesse ein Code entstehen kann, der es möglich macht, Information in freier Gestaltung zu verschlüsseln. An dieser Grundvoraussetzung kommt kein Evolutionist vorbei. Nun zeigt uns aber die Realität, dass Information keine Eigenschaft der Materie ist, sondern immer erst von außen hinzugefügt werden muss. Materie und Energie sind lediglich Träger der Information. Wenn z.B. Insekten Pollen von Pflanzenblüten weitertragen, ist dies in erster Linie ein Informationsübertragungsvorgang (von genetischer Information); die beteiligte Materie ist dabei unerheblich. Prof. Dr. Werner Gitt erläutert diese Überlegungen in dem spannenden MP3-Hörvortrag „Herkunft des Lebens aus Sicht der Informatik“ nochmals sehr anschaulich.
Auch die chemische Gleichung der Photosynthese, die sich in jedem Schulbuch findet, hat einen großen Mangel: Sie funktioniert nicht! Denn die beteiligten chemischen Stoffe sich selbst überlassen, organisieren rein gar nichts, egal wie groß die Sonneneinstrahlung ist. Photosynthese funktioniert erst dann, wenn die Information hinzukommt, wie mit Hilfe von Sonnenenergie aus Kohlendioxid Sauerstoff produziert wird. Diese Information ist in jedem Grashalm und in jedem Blatt auf unserer Erde gespeichert, aber kein Ingenieur oder Biologe vermag dieses geniale Prinzip nachzukonstruieren.
Ebenso kann nicht ein Wissenschaftler erklären, was „Leben“ denn eigentlich ist. Wir können lediglich Merkmale des Lebens benennen, aber die Evolutionslehre hat nicht die geringste Erklärung dafür wie Lebendiges aus toter Materie entstehen kann. Dementsprechend gibt es zu diesem Wirklichkeitsbereich auch erst ein Naturgesetz, welches der Mikrobiologe Louis Pasteur (1822 – 1895) erkannte und sich immer wieder bestätigt hat: „Vivum ex vivo – Leben kann nur aus Leben kommen.“ Diese Aussage steht auch heute noch in voller Übereinstimmung mit allen weltweit experimentell ermittelten Daten in der leblosen Natur. Die Frage die sich dabei aber unweigerlich stellt, ist: Woher kam dann das erste Lebewesen?
Und so müssen alle Philosophien und Gedankengebäude, die diese uns überall umgebenden Naturgesetze nicht berücksichtigen, automatisch zu falschen Schlussfolgerungen kommen, da sie bedeutende Gesetzmäßigkeiten einfach übergehen und somit auf falschen Grundannahmen beruhen.

Logische Schlussfolgerung

Die Naturgesetzmäßigkeiten über Universelle Information haben sich nun unzählbar oft in der Erfahrung bewährt und wurden in keinem Laboratorium der Welt experimentell widerlegt. Die Grundlagen zum Thema „Code“ wurden von Prof. Dr. Werner Gitt bereits im Jahr 1982 veröffentlicht, und sie haben allen wissenschaftlichen Überprüfungen über ein Vierteljahrhundert standgehalten. Der Erfahrung nach weist die Gegenwart eines Codes immer auf einen vorangegangenen intellektuellen Prozess hin, denn jeder Code beruht auf Vereinbarung. Wir benötigen also bereits auf der zweiten Ebene der Information Intelligenz. Auch jeder Leser dieses Textes, der sie im Alltag überprüfen möchte, wird immer wieder bestätigen müssen, dass codierte Information einen Sender benötigt. Unvoreingenommene Menschen werden daraus schnell schlussfolgern können, dass die Lehre von der Entstehung des Lebens durch Zufallsprozesse einfach nur ein theoretisches Gebilde darstellt und in der Praxis überhaupt nicht möglich ist.
Und so ist es nur folgerichtig zu fragen, ob das Leben nicht doch aus einem zielorientierten Schöpfungsprozess stammt. Exakt von diesem Prinzip berichtet uns die Bibel. Hier wird die, aus Sicht der Informatik notwendige geistige Quelle der biologische Information, bereits auf der ersten Seite erwähnt: „Am Anfang schuf Gott.“
Die Evolutionslehre unterstellt hingegen, wie schon gesagt, dass die codierte Information in den Lebewesen keines Senders bedarf. Diese Aussage wird durch die tägliche Erfahrung der obigen Gesetzmäßigkeiten reichlich widerlegt. Darum liefern uns heute die Naturgesetze über Information die stärksten Argumente für die Entstehung der Lebewesen durch Schöpfung. Da dieser Zusammenhang für jede beliebige Information gilt, wird hier eines ganz deutlich:
Der genetische Code repräsentiert eine geistige Idee.
Die genannten Naturgesetze über Universelle Information treffen damit die Achillesferse der Evolutionstheorie und setzen deren wissenschaftliches Aus. Oder anders ausgedrückt: Jeder, der die Entstehung des Lebens durch evolutive Zufallsprozesse für denkmöglich hält, glaubt an ein „Perpetuum mobile der Information“. Auch Bruno Vollmert, ehemals Inhaber des Lehrstuhls für Makromolekulare Chemie an der Universität Karlsruhe, ist einer derjenigen Naturwissenschaftler, die aufgrund ihrer Forschungen zu dem Schluss gekommen sind, dass die Entstehung des Lebens durch chemische Evolution unmöglich ist, weil die makromolekularen Voraussetzungen gar nicht gegeben sind. Weitere Ausführungen sind nachzulesen in seinem Buch „Das Molekül und das Leben“. Hier eine Zusammenfassung.
Wenn sich Evolutionsanhänger aber dennoch nicht überzeugen lassen, dann zeigt das einmal mehr, wie stark mit diesem Denksystem ein tief verwurzeltes Glaubensbekenntnis zum Atheismus einhergeht, das große Gefahren in sich birgt. Man kann jetzt fragen, warum hat man sich dann so einseitig auf diese Evolutionstheorie versteift? Diese Antwort ist leicht zu geben: Gottlose Menschen akzeptieren kein Weltbild, das einen Schöpfer benötigt, sie wollen es nicht wahr haben, dass sie einmal vor einem allmächtigen Richter Rechenschaft über ihr gesamtes Leben geben müssen. Aber dennoch muss es jeder von uns. Und Atheisten sind sich bewusst, dass ihre persönliche Weltanschauung nur dann haltbar ist, wenn das Leben durch Evolution zustande gekommen ist. Daher müssen sie mit aller Macht der Vernunft und Unvernunft daran festhalten. Und obwohl nur blanke Unlogik die einzige Alternative zu einem Schöpfer ist, haben sich viele gegen Gott und für die Unvernunft entschieden. Die folgenden Zitate überzeugter Evolutionisten zeigen das sehr deutlich:
„Wie können anorganische Moleküle biologische Informationen bekommen und weitergeben, damit eine Urzelle entstehen kann? An und für sich ein unlösbares Problem.“
Prof. Dr. Manfred Eigen (* 9. Mai 1927 in Bochum, Bio- bzw. Physikochemiker, 1967 Nobelpreis für Chemie)
„Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht, aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.“
Ernest Kahane (17.11.1964, Biochemiker, Vortrag in Cern bei Genf)
„Die Evolutionstheorie ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben aber daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar.“
Sir Dr. Arthur B. Keith (1866-1955, schottischer Anatom und Anthropologe)
„Wir schlagen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offenkundigen Absurdität mancher ihrer Konstrukte … denn wir können einen göttlichen Fuß in der Tür nicht zulassen.“
Prof. Dr. Richard C. Lewontin (09.01.1997, Evolutionsbiologe, The New York Review)
„Die Evolutionstheorie ist eine weltweit anerkannte Theorie, nicht, weil sie bewiesen werden könnte, sondern, weil sie die einzige Alternative zur Schöpfung ist, an welche wir nicht glauben wollen.“
Prof. Dr. James Dewey Watson (* 6. April 1928 in Chicago, Biochemiker, 1962 Nobelpreis für Medizin)

Die Widersprüchlichkeit der Wissenschaft

Das folgende Bild zeigt den zwiespältigen Zustand in dem sich die Wissenschaft heute befindet sehr gut. Auf der einen Seite wird mit einem riesigen technischen Aufwand das Universum nach einem intelligenten Signal abgehört und andererseits wird die codierte Information in jeder einzelnen Zelle, ignoriert. Diese Inkonsequenz offenbart, wo das eigentliche Problem liegt: auf der Ebene der Philosophie, die hinter der Wissenschaft steht!
Aber trotz allen kritischen Stimmen unserer gottlosen Zeit, gibt es immer wieder anerkannte Wissenschaftler, die das Offensichtliche zugeben und den Mut besitzen, sich in aller Öffentlichkeit deutlich gegen das Evolutionsmodell auszusprechen. Zu ihnen gehört auch Michael Behe. Er ist Professor für Biochemie an der Lehigh University in Bethlehem, Pennsylvania und akzeptierte anfangs die wissenschaftliche Evolutionstheorie voll und ganz. Allmählich begann er aber die Evolution grundlegend in Frage zu stellen und entwickelte später die Überzeugung, dass es auf biochemischer Ebene Hinweise für die Existenz nichtreduzierbar komplexer Systeme gebe. In seinem weltbekannten Buch „Darwins Black Box“ schreibt er sehr treffend:
Während der vergangenen vier Jahrzehnte hat die moderne Biochemie die Geheimnisse der Zelle aufgedeckt. Das Wissen, dass wir vom Leben auf molekularer Ebene haben, wurde aus unzähligen Versuchen zusammengeflickt, in denen Proteine gereinigt, Gene geklont, elektronenmikroskopische Aufnahmen gemacht, Zellkulturen aufgebaut, Strukturen definiert, Reihenfolgen verglichen, Parameter variiert und Kontrollen durchgeführt wurden. Artikel wurden veröffentlicht, Ergebnisse überprüft, Rezessionen geschrieben, Sackgassen wurden beschritten und neuen Anhaltspunkten wurde nachgegangen. Das Ergebnis dieser angehäuften Anstrengungen die Zelle zu erforschen, das Leben auf Molekularebene zu untersuchen, ist ein lauter, deutlicher, durchdringender Schrei: „Design, Plan!“

Das Ergebnis ist so unzweideutig und so bedeutsam, dass es als eine der größten Leistungen in der Geschichte der Wissenschaft eingestuft werden muss. Die Beobachtung, dass Leben einem intelligenten Plan folgt ist von derselben Tragweite wie die Beobachtung, dass sich die Erde um die Sonne dreht, dass Krankheiten durch Bakterien verursacht werden, oder dass Strahlung gequantelt emittiert wird. Dieser große Sieg – so würde man erwarten – der durch den hohen Preis jahrzehntelanger, unermüdlicher Anstrengung erreicht wurde, sollte in den Labors rund um die Erde die Sektkorken zum Knallen bringen. Dieser Triumph der Wissenschaft sollte Heureka-Schreie aus zehntausenden von Kehlen hervorrufen, sollte Anlass zum Händeklatschen und Feiern sein, und vielleicht sogar als Entschuldigung für einen freien Tag gelten.

Doch – keine Flaschen wurden entkorkt, keine Hände klatschten. Stattdessen umgibt ein eigenartiges, verlegenes Schweigen die pure Komplexität der Zelle. Wenn das Thema in der Öffentlichkeit aufkommt, beginnen die Füße zu scharren und der Atem geht ein wenig schwerer. Im privaten Kreis reagieren die Leute etwas entspannter. Manche geben das Offensichtliche offen zu, blicken dann aber zu Boden, schütteln den Kopf und lassen es dabei. Warum greift die Gemeinschaft der Wissenschaft ihre aufsehenerregendste Entdeckung nicht begierig auf? Warum wird die Beobachtung des Designs mit intellektuellen Handschuhen angefasst? Das Dilemma ist: Wird die eine Seite des Elefanten mit dem Etikett „Intelligentes Design“ versehen, so könnte die andere Seite wohl mit dem Etikett „Gott“ versehen sein.